Genthin l Die Stadt Genthin wird Veranstalter der 850-Jahr-Feier Genthins im Jahr 2021. Bürgermeister Matthias Günther hatte während der sechsten Sitzung des Festkomitees für die 850-Jahr Feier Genthins mehrfach deutlich gemacht: „Hauptveranstalter des Jubiläums, muss die Stadt sein.“ In der Runde, die in den Räumen der Firma TCS tagte, war auch die Möglichkeit der Durchführung über einen Verein ins Gespräch gebracht worden. „Ich denke, dass der Tourismusverein eine gute Sache wäre“, brachte etwa Therapiegärtner Thomas Kostka einen konkreten Vorschlag ein.

Dieser wurde allerdings relativ schnell verworfen, nachdem SWG-Chef Michael Weber auf Nachteile einer solchen Vereinsverantwortung hingewiesen und Vorteile der städtischen Federführung aufgezählt hatte. Die Stadt könne eine kommunale Versicherung abschließen, sie könne ohne Probleme Spendenquittungen ausstellen und sie könne von günstigeren Gema-Gebühren profitieren.

Organisationsbüro schaffen

Auch wolle man eine Form finden, die es zulässt, dass das Festkomitee eigene Entscheidungen treffen kann, wie etwa Verträge mit Akteuren zu schließen. Zudem solle ein Organisationsbüro eingerichtet werden, in dem die Fäden zusammenlaufen und beständig Ansprechpartner zu finden sind.

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Eine weitere Festlegung, die auf das Wohlwollen aller anwesenden Mitglieder stieß, war der Wunsch nach einer eigenen Internetseite, die an den städtischen Online-Auftritt angebunden ist. „Wir müssen über unsere Arbeit informieren und die Menschen in der Stadt vom Jubiläum begeistern, dafür benötigen wir eine eigene Möglichkeit“, Thilo Voigt vom Volleyballverein, der die Sitzungsleitung innehatte. Die Seite soll in den kommenden Wochen gestaltet werden und in absehbarer Zeit online gehen.

Genthiner zur Mitarbeit motivieren

„Wir werden ein solches Jubiläum nicht stemmen können, wenn nicht jeder in der Stadt nach seinen Möglichkeiten mithilft“, fand etwa Michael Weber. Es sei eine Aufgabe aller in der Stadt. Dafür benötige man die beständige Information über die Aktivitäten.

Informiert werden sollen auch die Stadträte. Ein erstes Konzept über Mitwirkende im Festkomitee, besondere Aktionen im Vorfeld der Festveranstaltung und Programmpunkte der Festwoche ist von der Runde beschlossen worden und soll den Fraktionen zugehen.

Stadträte erhalten Konzeptpapier

Denn die Stadträte werden im Vorfeld des Jubiläums über Haushaltsmittel entscheiden müssen, die für die Durchführung des Jubiläums notwendig sind. „Die Finanzmittel sind freiwillige Aufgaben, sie müssen vom Stadtrat freigegeben werden“, erläuterte der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass sich die Stadträte im vergangenen Jahr zur Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2021 bekannt und ihre Unterstützung zugesagt hatten.

„Wir wollen eine würdige Veranstaltung organisieren, an die sich später alle gern erinnern wollen, Geld zum Fenster herauswerfen wollen wir nicht“, versicherte Günther. Organisiert werden muss zudem noch die Zuständigkeit und die Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Diese kümmern sich etwa um die Bereiche Finanzen, Ordnung und Sicherheit, das Programm und das Marketing.

Arbeitsgemeinschaften besetzen

Künftig sollen noch weitere Mitstreiter gewonnen werden, die die einzelnen Arbeitsgemeinschaften unterstützen. Für sich werben, wollen die Komiteemitglieder bereits beim Kartoffelfest. Nach Möglichkeit soll es dort zum ersten Mal Buttons, Aufkleber und Flyer geben. Möglicherweise wird dort auch die Aktion „850 Cent für meine Stadt“ genauer vorgestellt.