Brettin l Die Mädchen und Jungs der fünften und sechsten Klasse setzten ein attraktives Rahmenprogramm. Unter Leitung der Sportlehrerin Martina Butze tanzten sie auf Stepboards und spielten mit den Bällen. Sie ist eine von drei Sportlehrern an der Brettiner Sekundarschule, die sich auch über die sanierte Sporthalle und den Seilzirkus freuen.

Zudem gab es von Schülersprecherin Sara Dieckmann, ihrer Stellvertreterin Emy Majkowski sowie Laura Zaumseil humorige „Schulsplitter“ zu hören. Dazu gehörten auch Ausreden mit Weitblick: „Sobald der Berliner Flughafen in Betrieb genommen wird, mache ich Sport.“

Die feierliche Übergabe nahm Landrat Steffen Burchhardt (SPD) persönlich vor. Denn von den Schulen im Landkreis Jerichower Land ist Brettin die einzige, die von einer Gemeinde im Auftrag des Landkreises verwaltet wird. Der Landrat würdigte das Engagement der Stadt Jerichow mit Bürgermeister Harald Bothe an der Spitze. Bei seiner Ansprache wurde Burchhardt sehr persönlich und erinnerte sich an seine Schulzeit. „Die Pausen waren am schönsten. Ich war immer der erste, der den Schulraum verlassen hat“, sagte er zu den anwesenden Schülern und Gästen. Da sei dann immer Basket- oder Fußball gespielt worden. „Das Salz in der Suppe ist der Schulsport“, stellte der Landrat fest. Es sei in Brettin die letzten Jahre viel gemacht worden. „Aber wir haben das Ende der Fahnenstange nicht erreicht“, so der Landrat.

Jerichows Bürgermeister Harald Bothe blickte noch einmal auf die Zeit der Sanierung zurück.

Das Projekt war nicht so leicht zu stemmen. Drei Jahre lang habe man immer wieder um die Sanierung gerungen. „Ich bin froh, dass die Stadträte die Vorfinanzierung des Projektes unterstützt haben“, erklärte der Jerichower Bürgermeister.

So konnte die Sporthalle jetzt in einem Zug saniert werden. Wie bei vielen Bauprojekten gab es bei der Umsetzung einige Schwierigkeiten. So mussten unerwartet die Grundleitungen ausgetauscht werden. Zu sanieren waren auch die kompletten Sanitäranlagen. Dazu kamen Maurer-, Fliesenleger-, Maler- und Tischlerarbeiten. Und dazu gehörten auch die Heizungsanlage und die Lüftung.

Besondere Freude war der Jerichower Bauamtsleiterin Marita Sontowski anzumerken. Die Fertigstellung der Maßnahmen sind auch ein besonderer Höhepunkt für sie. Schulleiterin Dorothee Schwuchow übergab ihr im Rahmen der Feierstunde einen Blumenstrauß, als Würdigung für ihr persönliches Engagement bei den Arbeiten in Brettin. Gemeinsam und in Absprache mit Andreas Giebel, Sachgebietsleiter Schulen in der Burger Kreisverwaltung, hatte Sontowski die Aufsicht über die Baumaßnahmen.

Die Sanierung der Sporthalle kostete rund 400 000 Euro. Ursprünglich waren für das Errichten des Seilzirkus 45 000 Euro eingeplant. Doch es entstanden Mehrkosten von 7000 Euro. Auch hier konnte der Landkreis helfen.

Überglücklich auch die Schulleiterin selbst über das, was in Brettin realisiert werden konnte. Lächelnd sagte sie, dass ihr die wöchentlichen Bauberatungen am Mittwoch schon fehlten. Sie würdigte das gute Miteinander aller Beteiligten.

Mit unter den Gästen auch Ariane Hölscher vom Magdeburger „Haus Natursinn“ Dort werden generations- und fachübergreifend zu den Themen interaktive Sinneswahrnehmung, Gartenkultur, Bewegung, künstlerisches Gestalten, Gartentherapie und Umweltbildung die Aktivierung der Sinne und die Rückbesinnung zur Natur gefördert.

Ein Jahr begleitete sie mit Schülern und Kollegium den Prozess, an dessen Ende der Seilzirkus stand. Am Anfang wurde mit den Schülern das Thema Bewegung im Zusammenhang mit den vorhandenen Sportgeräten erarbeitet. Danach kamen die Lehrer mit ins Boot. „Die Kinder haben sich etwas zum Klettern gewünscht“, berichtet Hölscher. Es wurde abgestimmt und die Entscheidung für den Seilzirkus gefällt. Doch noch sei der Prozess nicht abgeschlossen, teilte Hölscher mit. Nach der offiziellen Freigabe stürmten die Kinder und Jugendlichen auf den nagelneuen Seilzirkus, der bei Sonnenschein zum Klettern einlud. Jetzt haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich in den Pausen auf dem Seilzirkus auszutoben.