Online-Omi Renate Bergmann kommt in der Gestalt von Anke Siefken erneut mit ihrem geistigen Vater Torsten Rohde nach Genthin. Darüber sprach Volksstimme-Redakeurin Simone Pötschke mit dem Autor.

 

 

Volksstimme: Herr Rohde, zwei Oma Bergmann-Lesungen, die jüngste fand Ende September im Stadtkulturhaus statt, in nur einem Vierteljahr in Genthin. Haben Sie nicht Bedenken, dass die Genthiner der liebenswürdigen alten Dame überdrüssig werden?

Torsten Rohde: Die Gefahr besteht natürlich immer, allerdings waren die 130 verfügbaren Karten ohne Werbung innerhalb kürzester Zeit weg - noch scheinen wir also nicht zu nerven.

Live-Übertragung

Schauspielerin Anke Siefken und Sie geben gewöhnlicherweise in Theatern, Buchhandlungen und großen Spielstätten Gastspiele. Warum haben Sie ausgerechnet das Genthiner Union Kino als Auftrittsort gewählt?

Diese Veranstaltung hat einen besonderen Hintergrund: Wir möchten allen Renate-Fans, die nicht die Gelegenheit haben, in eine Lesung zu kommen, die Chance geben, mal zuzuschauen. Die Veranstaltung wird deshalb auf der Facebook-Seite von Renate Bergmann live übertragen, dazu gibt es vor und nach der Veranstaltung Interviews und Backstage-Berichte. Da bot sich das Kino an, weil wir dort die technischen Voraussetzungen haben.

In den Terminen Ihrer offiziellen Lesereihe ist die Dezember-Veranstaltung in Genthin nicht aufgeführt. Ist sie möglicherweise ein Weihnachtsgeschenk?

Genau das ist es. Ein Weihnachtsgeschenk.

Lesung als Dank

Von wem an wen?

Da sind ganz viele zu erwähnen: allen voran Anke Siefken, die extra für diese eine Lesung aus Memmingen (Bayern)) anreist, der rowohlt-Verlag, der uns großartig unterstützt, meine Freunde von Movact (eine Online-Redaktion), die im Hintergrund ungeahnt viel für das Projekt arbeiten, meine Freunde und meine Familie, die Rückhalt geben. Mittlerweile sind wir alle zu einem „Team Renate Bergmann“ zusammengewachsen. Allein kann man das unmöglich stemmen. Uns allen ist es eine Herzensangelegenheit, am Ende des Jahres mit der letzten Show allen Lesern, Facebook-und Twitterfans und auch den Genthinern „Danke“ zu sagen.

Warum haben Sie sich für die Genthiner Lesung für Ihr Vorjahres-Weihnachtsbuch „Wir brauchen viel mehr Schafe“ und nicht für das aktuelle „Und ich seh den Baum noch fallen“, das am 20. Oktober, erscheinen wird, entschieden?

Das ist so eine schöne Lesung! Wir durften im letzten Jahr einige Veranstaltungen in Norddeutschland mit dem Buch machen, und sowohl Anke Siefken als auch ich freuen uns sehr darauf, das Programm mal wieder aufzuführen. Es wird lustig, besinnlich und zum Schluss wird sogar gesungen. Wenn das kein schöner zweiten Advent wird.

(* Vorbestellte Karten für die Lesung im Union Kino, die bis zum Mittwoch, 25. Oktober, nicht abgeholt wurden, gehen in den Freiverkauf.)