Ferchland l Kennengelernt haben sich die beiden Jubilare in Coswig/Anhalt. Von dort stammt Christa-Maria Wendenburg. Ihren Alfred hat sie in ihrem Geburtsort beim Tanz kennengelernt. Er hat in der Stadt auf Montage gearbeitet. 1960 wurde dann geheiratet. „Zu unserer Hochzeit hat viel Schnee gelegen, anders als heute“, erinnert sich Christa-Maria Wendenburg. Zwei Jahre nach der Hochzeit sind die jungen Eheleute dann nach Ferchland gezogen. Sie haben vier Kinder.

In Genthin hatte Alfred Wendenburg in der Zeit von 1952 bis 1954 auf der Schiffswerft den Schlosser-Beruf erlernt. Anschließend arbeitete er zwei Jahre im Stahlbau Parey. Es folgten ein paar Jahre in der Bohr- und Sprengtechnik. Die letzten 32 Jahre war er im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Genthin tätig, bis er aus gesundheitlichen Gründen in die Frührente gehen durfte.

Ehefrau Christa-Maria arbeitete in Coswig/Anhalt sieben Jahre lang in der Buchhaltung. In Ferchland zuhause fand sie erst einmal Arbeit im Schulhort.

Arbeit in der Kinderkrippe

Wegen der Kinder war sie dann eine zeitlang zuhause. Anschließend wechselte sie in den Stahlbau nach Parey. Dort war sie sieben Jahre lang in der Küche beschäftigt. Bevor Christa-Maria Wendenburg mit 55 Jahren in den Vorruhestand gehen konnte, arbeitete sie in der Küche der Kinderkrippe Parey.

Mit dem Vorruhestand konnte Christa-Maria Wendenburg sich dann stärker ihrem Hobby, dem Reisen, widmen. In kleineren Gruppen ist sie viel umher gereist und war bei vielen Busfahrten dabei. Diese führten die Ferchländerin zum Beispiel nach Italien, Spanien und die Türkei. So lange der Körper noch mitmachte, unternahm die kleine Gruppe auch Radtouren. Beliebt war die Tour am Deich entlang bis nach Klietznick. Im dortigen Dorfladen wurde geschwatzt und ein Eis gegessen, bevor es wieder nach Hause ging.

Einmal im Monat ging es nach Bad Wilsnack zum Baden. Christa-Maria Wendenburg gehört von Anfang an zur Ferchländer Frauengruppe. „Heute hat die Gesundheit etwas nachgelassen. Aber zu Veranstaltungen der Frauengruppe werde ich immer abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht“, freut sich die Jubilarin (83).

Das Leben genießen

Ehemann Alfred (82) teilt die Reiselust seiner Frau nicht so sehr. Die Jagd und das Angeln zählen zu seinen Leidenschaften. Bis kurz vor der politischen Wende in Deutschland war er mehr als 30 Jahre lang aktiver Jäger. Dann wechselte er in den passiven Status. Länger als er verheiratet ist, ist Alfred Wendenburg Mitglied im Ferchländer Angelverein.

Heute genießen die Eheleute das Leben, soweit es die Gesundheit zulässt. Zu den Gratulanten gehörten auch Christina Müller als Vertreterin der Verwaltung und Ferchlands Ortsbürgermeister Otto Schmidt.