Genthin l „Ich bin völlig überwältigt“, verschlug es Moderator Manfred Göbel zum ersten Mal an diesem langen Showabend die Sprache. Göbel hatte zuvor gemeinsam mit Ines Blachney durch ein dreistündiges Programm mit Darbeitungen von jungen Leuten aus der Region geführt, als ihm Veranstaltungsmanagerin Marina Conradi eröffnete: „Ich habe eine Überraschung für dich.“ Manfred Göbel sei seit Jahrzehnten ein Garant für gute Unterhaltung in der Region. „Du bist Moderator, Schauspieler und Entertainer“, eröffnete Conradi. Manfred Göbel sei untrennbar mit der Moderation von Traditionsveranstaltungen verbunden und als Schauspieler beim Genthiner Amateurtheater sowie Mitglied des Genthiner Carnevalclubs bekannt.

Seit 1973 engagiert

Für diese Leistung bekam Manfred Göbel das Mikro in Gold und eine große Urkunde. „Das ist eine ganz schöne Geste, ich kann gar nichts mehr sagen, außer mich für die wunderbaren Worte zu bedanken.“ Das Mikro werde einen Ehrenplatz in seiner Wohnung bekommen. „Die Urkunde lasse ich mir aufziehen und auch sie bekommt einen Ehrenplatz“, verriet Göbel nach der Würdigung. Seit 1973 ist er im kulturellen Bereich engagiert, war Mitglied im Singekreis und ist seit vielen Jahren gern gesehener Gast auf den Bühnen des Elbauen- und Kartoffelfestes oder auch beim Genthiner Weihnachtsmarkt.

Dort bewies er auch in diesem Jahr Spontanität und moderierte locker durch den Abend. Wenn die Technik klemmte, gab es kurze Gespräche mit den Akteuren und launige Schlagabtausche mit Co-Moderatorin Ines Blachney oder Techniker Sören Stanchera. Zwischendurch überraschte Göbel kurzerhand mit einer Gesangseinlage zusammen mit Ulrike Paul und Tina Stollberg vom Ensemble Ice Cream.

Leiter des Klubs

Die Gruppe hat Manfred Göbel als Leiter des Pareyer Jugendclubs maßgeblich mit aufgebaut, hat den Weg für die hauseigenen Tanzensembles wie „Crazy“ oder „Delicous“ geebnet und den Pareyer Club gemeinsam mit seinen Schützlingen in der Region bekannt gemacht. Doch nun stehen Veränderungen an. „Ich werde im neuen Jahr beruflich kürzer treten und die Leitung des Jugendclubs in jüngere Hände legen“, verriet Göbel. Ganz aufhören werde er aber noch einige Zeit nicht. Sein Engagement als Moderator, Schauspieler und Unterhalter hat noch lange kein Ende. „Da bleibe ich dem Publikum auch weiterhin gern erhalten.“

Was wäre das Jerichower Land, was wären Parey und Genthin auch ohne Manfred Göbel? „Wir schätzen dich und hoffen, dass du noch lange an unserer Seite bleibst“, wünschte sich auch Marina Conradi im Namen des Publikums, der Veranstalter und der Einrichtungen der Region. Die Idee zu diesem Preis sei ihr in einer schlaflosen Nacht eingefallen. Ob das goldene Mikrofon eine einmalige Ehrung bleibt oder als dauerhafter Medienpreis der Stadt Genthin für verdiente Bühnenschaffende bestehen bleibt, ließ Conradi allerdings offen. „Das ist eine Entscheidung, die ich nicht allein treffen kann.“