Brettin/Jerichow l Es war ein feierlicher würdevoller Moment, als die 37 Absolventen der beiden zehnten Klassen unter Orgelklängen in das Klostergebäude einzogen. Angeführt von ihren Klassenlehrern Swen Butze und Ursula Granitzki schritten die Schüler zu ihren Plätzen - vorbei an den stolzen Eltern, Geschwistern und Großeltern.

Loslassen nicht einfach

An die Familien wandte sich Schulleiterin Dorothee Schwuchow. Mit der zehnjährigen Schulzeit gehe ein besonderer Teil im Leben der jungen Leute zu Ende, meinte die Schulleiterin, die in diesem Jahr zum ersten mal Schüler entließ. Nun sei das Loslassen in das Leben nicht einfach. Eltern müssten lernen, dass ihre Kinder immer selbstständiger werden. Die jungen Menschen hingegen müssten durch ständiges Weiterlernen immer Ball bleiben.

„Ihr habt die Werkzeuge von uns mitbekommen, nun wendet sie an, wie sie sinnvoll sind.“ Dabei könnten Eltern und Großeltern auch weiterhin eine Unterstützung sein. „Die Jugend muss ihre eigenen Wege gehen, aber Wegweiser sind dabei hilfreich“, machte Schwuchow deutlich. „Ihr könnt stolz auf das sein, was ihr erreicht habt“, sagte sie. „Wir alle können Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Schüler haben.“ Von den 37 Absolventen hätten elf den erweiterten Realschulabschluss erhalten, die Klassenbesten sogar mit Notendurchschnitten von 1,1 bzw. 1,4. 25 mal wurde der Realschulabschluss erreicht und einmal der Hauptschulabschluss.

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Alle haben Abschluss

„Es ist ein gutes Zeichen, dass keiner ohne Abschluss die Schule verlässt“, befand die Schulleiterin. Sie gab den Schülern mit auf den Weg, dass Erfolg nicht immer bedeute, überall an der Spitze zu stehen. „Geht aufrecht vorwärts und lernt ein Leben lang mit Lust und Spaß.“ Dorothee Schwuchow erinnerte zum Abschluss ihrer Rede an die Unterstützung von Eltern und des Lehrerkollegiums während der Schulzeit der jungen Leute. Sie schloss dabei auch die Schulsozialarbeiterin und Sekretärin mit ein.

Die Absolventen erhielten von der Schulleiterin und von den Klassenlehrern ihre Abschlusszeugnisse. Jeder Einzelne wurde dabei mit persönlichen Worten zum Abschied und den besten Wünschen für die Zukunft bedacht. Zudem wurden die Schülerinnen Gemma Krebs, Mayen Miehe und Alina Coppus als Jahrgangsbeste für ihre sportlichen und schulischen Leistungen ausgezeichnet. Die Schüler gestalteten den Programmablauf. So trugen Sarah Schilling und Conny Fehre Gedichte und Zitate vor. Pia Dittrich und Mayen Miehe sprachen die Dankesworte im Namen ihrer Mitschüler. Sie erinnerten sich an die gemeinsame Schulzeit: „2011 war in der 5. Klasse alles neu für uns, es war der Beginn einer Reise durch die Sekundarschulzeit.“

Dank an Lehrer

Oft sei diese Reise mit Lachen und Spaß verbunden gewesen, berichteten die beiden jungen Frauen und erinnerten an Klassenfahrten etwa zum Wasserstraßenkreuz nach Magdeburg, nach Sanssouci in Potsdam, nach Berlin, Leipzig oder in den Landtag nach Magdeburg. Dabei seien die Lehrer immer an der Seite der Klassen gewesen. „Wir haben es Ihnen nicht immer leicht gemacht.“ Auch habe man während der Fahrten im Bus festgestellt, dass sich der Musikgeschmack der heutigen Jugend sehr von dem der Älteren unterscheide.

„Wir bedanken uns bei den Lehrern für deren Kraft und Ausdauer und auch bei unseren Eltern, die es nicht immer leicht hatten.“ Die Veranstaltung im Kloster endete mit einer schönen Geste der Schüler. Sie ließen die Lehrer aufstehen und überreichten jedem eine Blume zum Abschied. Nach dem Programm kamen die Absolventen, Lehrer und Eltern zu einer Feier zusammen und ließen den besonderern Tag gemeinsam ausklingen.