Jerichow l „Wir ziehen es durch“ sind sich Roland Maiwald, Vorsitzender des Vorstandes Stiftung Kloster Jerichow, Wolfhard Grefrath, verantwortlich für die Finanzen und der künstlerische Leiter, Marco Reiß einig. Das Konzept des Jazz-Wochenendes fand Zustimmung bei der letzten Sitzung des Kuratoriums der Stiftung Kloster Jerichow, so Maiwald.

„Wir stellten unser Hygienekonzept vor, passten es auf die aktuelle Lage an und es wurde für gut befunden.“ Landrat Steffen Burchhardt, Vorsitzender des Aufsichtsorgans sah, dass die Mitarbeiter des Klosters, alles daran setzen, die Hygienebestimmungen umzusetzen und, was ihn imponierte, dass die Organisatoren selbstbewusst sagen: „Wir können das.“ Mit einer in sich schlüssigen Vorgehensweise werden Besucherströme gelenkt, die Gästeanzahl gesteuert und entsprechend die gastronomische Versorgung sichergestellt. Marco Reiß ließ sich durch die Pandemie-Einschränkungen nicht verunsichern und blickte trotz aller Hiobsbotschaften immer nach vorn. „Jeder Tag bringt uns ein Stück weiter“, so sein pragmatischer Ansatz, an der Planung des Jazz-Wochenendes festzuhalten.

Jazz im Kloster im September

Er hielt seit Beginn der Planungen im letzten Jahr engen Kontakt zu sämtlichen Künstlern und seit den sich aufeinander aufbauenden Pandemieverordnungen „wurde die Tuchfühlung noch intensiver“. Die regelmäßigen Gespräche mit den Agenturen und Künstlern haben sich letztendlich gelohnt: alle Musiker, bis auf zwei, hielten dem Kloster die Treue. „Damit stand das jetzt Entscheidende im Raum“, so Maiwald und wird deutlich, „reicht die Zeit, um alles Notwendige vorzubereiten.“ Reiß setzte sich an Tastatur und Display, gab allen Musikern die „grünes Licht“ für das Wochenende vom 14. Bis 16. September und das „Standby“ der Künstler wurde zum festen Engagement.

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Die Drähte glühten ebenfalls, als Maiwald, Grefrath und Verwaltungsleiter Bernd Witt Gastronomie, Tontechnik und Werbefirma informierten und endlich klare Vorgaben zum zweiten August-Wochenende machen konnten. „Die Vorbereitungszeit ist zwar kurz, doch seit dem Februar steht die Organisation – zumindest in groben Zügen“, stellt Maiwald fest und erläutert, dass zu dieser Zeit noch von einem weitaus größeren Umfang ausgegangen wurde. Jetzt gibt es eine kleinere, dennoch anspruchsvolle Variante des Jazz-Festivals. Was die Vorstandsmitglieder stark beeindruckt – wie sehr der Gedanke des „klingenden Klosters“ das Jerichower Land und die Region bis weit in den Elbe-Havel-Winkel erfasst hat. Nach dem Achtungserfolg im letzten Jahr und der Vorstellung, jetzt auch noch einen Jazz-Standort in den Klostermauern zu etablieren, machte Eindruck auf viele Menschen.

Viele Spenden von Vereine und Firmen

Firmen, Vereine und Privatpersonen unterstützen das künstlerische Engagement mit Spenden und ermöglichen, dass das Licht auf dem kulturellen Leuchtturm inmitten der Elbauen auch weiterhin leuchtet. So steuerte erst in der letzten Woche die Genthiner Wohnungsbaugenossenschaft 2500 Euro für die Gestaltung des Jazz-Wochenendes dazu. Maiwald betont: „Wir können auf unseren Werbeflyern leider nicht jeden kleinen Spender erwähnen, doch jeder einzelne trägt zum Erfolg des Ganzen bei.“ Als Erfolg bezeichnetet Finanzchef Wolfhard Grefrath, dass mit den Spenden die gesamte, über drei Tage gehende Veranstaltung bestritten werden kann. Dazu zählen unter anderem die Gagen der Künstler und die Aufwendungen für die Umsetzungen des Hygiene-Konzeptes. Das auf drei Jahre angelegte Konzeptes „Jazz im Kloster“ kann so um ein Jahr verlängert werden, „da wir die Fördermittel für dieses Jahr nicht abrufen müssen“.

Tillm Brönner stellt dieses Mal sein neues Programm „Project 21“ zum ersten Mal vor. Begleitet wird er dabei von Bassist Dieter Ilg und Pianist Daniel Carlsson. Zu den beiden stößt dann Schlagzeuger Patrice Heral, und sind als „Dieter Ilg Trio“ mit einem eigenen Programm zu erleben. Eine weitere Premiere gibt es mit dem Programm „SongScapes“ der Jazzsängerin Esther Kaiser.