Genthin l Einen unruhigen Start ins Wochenende hatten die Feuerwehrwehrleute in Genthin. Während eine Dieselspur am Werder am Freitagvormittag in weniger als einer Stunde beseitigt war, wurden mehrere Wehren  am späten Abend  zu längeren Einsätzen gerufen.

Gegen 22:30 Uhr wurde zunächst die Ortswehr Genthin in die Karower Straße zu einem Schuppenbrand gerufen. Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, standen eine Garage und ein größerer Schuppen bereits komplett in Flammen. Das machte eine höhere Alarmstufe notwendig und  weitere Kräfte aus Altenplathow, Mützel und Parchen wurden hinzugerufen.

Gasgeruch in einer Grube

Fast zeitgleich kam die Meldung, dass es aus einer Baugrube in der Keplerstraße stark nach Gas riechen würde. Um an dieser Stelle Einsatzkräfte vor Ort zu haben, wurden die Feuerwehren Kade und Bergzow, hier insbesondere der Gerätewagen Messtechnik, und der Energieversorger alarmiert.

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In der Karower Straße begannen unterdessen die Löscharbeiten, bei denen auch der Monitor der  Drehleiter zum Einsatz kam. "Sechs Trupps agierten hierbei unter schwerem Atemschutz, was angesichts der schwülen Wetterlage und Temperaturen von immer noch 25 Grad Celsius eine enorme körperliche Anstrengung für die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden bedeutete", erläuterte Michael Voth von der Genthiner Feuerwehr in einer Presseinformation.

An der Baugrube in der Keplerstraße konnten die Feuerwehrleute keinen Gasgeruch feststellen, auch die Messgeräte zeigten keine Auffälligkeiten. "Ein Mitarbeiter des Energieversorgers bestätigte zwar Bauarbeiten an der Gasleitung, diese sei aber noch nicht wieder in Betrieb genommen worden." Der vermeintliche faulige Gasgeruch wurde schließlich laufenden Bauarbeiten an der Abwasserkanalisation zugeordnet. Im Einsatz waren 23 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen.

Löscharbeiten Sonnabendfrüh beendet

Die Löscharbeiten in der Karower Straße wurden bis zum frühen Sonnabendmorgen um 1.30 Uhr fortgeführt. "Unter anderem musste von der Drehleiter aus das Dach des Schuppens geöffnet werden, um alle Glutnester in der Dachkonstruktion erreichen zu können." Die Polizei unterstützte mit einem Funkstreifenwagen und drei Beamten. Auch ein Rettungswagen war zwischendurch vorsorglich gerufen worden. Erst eine Stunde später war der komplette Einsatz beendet.