Tucheim l Das Jahr 2018 war von einer hohen Anzahl an Einsätzen für die Ortsfeuerwehr Tucheim geprägt. 19 mit insgesamt 38,5 Einsatzstunden und 248 Mannstunden waren es im Jahr 2018. Das Tanklöschfahrzeug legte bei den Einsätzen rund 500 Kilometer mehr als im Jahr 2017 zurück. „2017 und 2018 bewegten wir uns auf einem etwa gleichen Level. 2017 waren es die Stürme, 2018 die Dürre“, so Ortswehrleiter Marcus Stingl in seinem Jahresbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung. Sieben Brandeinsätze und vier Technische Hilfeleistungen waren zu absolvieren. Eine Person wurde aus einer Notlage befreit, eine Brandsicherheitswache gehalten. Dazu kamen sechs Fehlalarmierungen. Zu den Brandeinsätzen rückten die Kameraden nach Tucheim, Paplitz, Ziesar, Altengrabow, Fienerode und Gladau aus. Die Technischen Hilfeleistungen wurden auf der Bundesautobahn 2 und in Tucheim geleistet.

Die Ortsfeuerwehr war im Jahr 2018 rund um die Uhr einsatzbereit. Marcus Stingl: „Das ist eine Spitzenleistung aller Einsatzkräfte.“ Das Jahr war wieder unfallfrei.

3803 Kilometer zurückgelegt

Die Fahrzeuge legten im vergangenen Jahr insgesamt 3803 Kilometer zurück: das Mannschaftstransportfahrzeug 1112 , der Rüstwagen 1 667, das Tanklöschfahrzeug 1498und die Drehleiter 526 Kilometer.

Weiter kontinuierlich verbessert wurde die Ausrüstung durch den Träger des Brandschutzes. Die Ortswehr verfügt jetzt auch über einen Rettungspressluftatmer, Einreißhaken für die Drehleiter, weitere persönliche Schutzausrüstung und Uniformen, Hochdruckreiniger sowie Ärmelabzeichen für die Uniformjacken. Durch den Förderverein wurden die Frauengruppe, die Jugendfeuerwehr und die Ortswehr finanziell unterstützt.

Erfolgreiche Ausbildung

Auch die Ausbildung war ein Thema bei der Versammlung. Neun Kameraden nahmen an vier Lehrgängen teil und absolvierten sie erfolgreich. Am Standort wurden gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Paplitz 261 Ausbildungsstunden geleistet. Im Jahr zuvor waren es noch 400. Marcus Stingl: Das reicht hinten und vorne nicht. Ich hoffe auf Besserung.“

Bei Öffentlichkeitsarbeiten leisteten die Kameraden über 100 Stunden, im Rahmen der sonstigen Dienste über 200.

Die Ortsfeuerwehr zählte insgesamt 48 Mitglieder im Alter von 13 bis 89 Jahren. 18, davon vier Frauen, sind in der aktiven Einsatzgruppe, acht in der Jugendfeuerwehr, acht in der Frauengruppe, zwölf in der Alters- und Ehrenabteilung sowie zwei passive Kameraden. Der Altersdurchschnitt bei den Aktiven lag bei 36,9 Jahren. „Das ist drei Jahre jünger als im Jahr 2017 und ein Schritt in die richtige Richtung“, so Marcus Stingl.

Für den verstorbenen Branddirektor und langjährigen Ortswehrleiter Gerhard Aumann (88) wurde eine Gedenkminute eingelegt.

Dank vom Bürgermeister

Genthins Stadtbürgermeister Matthias Günther dankte allen dafür, dass „Sie sich immer bereithalten“. Für Stadtwehrleiter Achim Schmechtig ist die Zusammenarbeit mit einer Partnerwehr ein guter Weg. Thomas Barz, Beigeordneter des Landkreises, machte deutlich, dass die Wehr sich nicht zu verstecken brauche, sie ist gut aufgestellt.“ Und Ortsbürgermeister Karl-Heinz Steinel lobte die Ortsfeuerwehr „als wichtiges Ehrenamt, welches mit viel Arbeit verbunden ist“.