Gladau l „Wir haben ein arbeitsreiches und ausbildungsintensives Jahr hinter uns“, machte Ortswehrleiter Ingo Wille in seinem Rechenschaftsbericht deutlich. Stadtwehrleiter Achim Schmechtig: „Mit Eurem Ausbildungsstand braucht Ihr Euch nicht verstecken.“ Zu Buche stehen für die Gladauer Kameraden 17 Ausbildungsabende sowie drei Ganztagsausbildungen. Ingo Wille: „Im letzten Jahr wurde auch der Erste Hilfe-Lehrgang durch unsere Aktiven wieder auf den neuestens Stand gebracht.“

Die Einsatzabteilung umfasst derzeit 17 Kameraden, darunter vier Frauen. Werktags ist die Ortswehr nur eingeschränkt einsatzbereit. Besser sieht es nach 18 Uhr sowie an den Wochenenden aus.

Über ein besonderes Lob durfte sich die Nachwuchsarbeit freuen. „Es wurde wieder mit begeisternden Kindern in unserer Wehr gearbeitet“, freute sich der Ortswehrleiter. „Eure Jugendarbeit ist eine Erfolgsgeschichte. Die Art und Weise, wie Ihr arbeitet, ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt Genthin“, machte Achim Schmechtig deutlich.

Zehn Einsätze im Jahr 2017

Die Einsatzkräfte wurden im vergangenen Jahr zu zehn Einsätzen gerufen. Die Palette reichte vom Hausbrand, Schornsteinbrand, Ödlandbrand, Baumbrand, Beseitigen einer Ölspur bis hin zum Beseitigen von Sturmschäden.

Insgesamt haben die Aktiven 560 Ausbildungsstunden geleistet. Im Jahr zuvor waren es 442 Ausbildungsstunden. Ingo Wille: „Mit der Teilnahme an den Ausbildungstagen kann man als Wehrleitung schon ein wenig stolz sein.“

In einem guten Zustand befindet sich die Einsatzbekleidung der Kameraden. Sie wird stetig erneuert. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr durften sich über Jacken, Hosen, Handschuhe, Einsatzschuhe und Helme freuen.

Der Alters- und Ehrenabteilung gehören aktuell acht Kameraden an. Der Älteste ist Herbert Retzlaff, der in Kürze 91 Jahre alt wird.

Auch wenn die Jugendarbeit toll läuft, haben die Verantwortlichen noch ein Problem zu lösen. Es gibt zwar Räumlichkeiten für die Mädchen und Jungen, aber trotzdem wird deren Tatendrang noch etwas eingeschränkt. Ingo Wille: „Schuld daran ist der baufällige Schornstein. Denn leider dürfen im Umfeld des Schornsteins keine Spiel-, Sport - und Ertüchtigungsgeräte aufgestellt werden.“ Der Ortswehrleiter brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Problem doch noch zeitnah gelöst werden kann.

Neuer Mannschaftstransporter

Das Löschgruppenfahrzeug blickte im vergangenen Jahr auf sein 20-jähriges Dienstjubiläum zurück. Bei 450 gefahrenen Kilometern kann es jetzt es auf eine Gesamtkilometerleistung von 13.500 verweisen.

Der im Jahr 2007 gekaufte Mannschaftstransporter wurde im letzten Jahr nun außer Dienst gestellt. „Wirtschaftlich waren die diversen Reparaturleistungen nicht mehr zu vertreten. Deshalb ging es für den Mannschaftstransporter zum Fahrzeugfriedhof“, so der Ortswehrleiter.

Ersetzt wurde der alte Mannschaftstransporter durch ein hoch modernes Fahrzeug. 20.000 Euro wurden für den Kauf und die entsprechende Umrüstung investiert. Jetzt fehlt nur noch eine Unterstellmöglichkeit in der Nähe des Gerätehauses.

Abschließend dankte der Ortswehrleiter allen aktiven Kameraden für ihren gezeigten Einsatz. Ingo Wille forderte aber auch die passiven Mitglieder auf, „mal wieder mehr Bereitschaft zu zeigen, um der Truppe unter die Arme zu greifen. Denn wir sind Kameraden. Wenn jeder ein Stück mit anpackt, schaffen wir es, so weiter auf dem bisher erreichten Level zu arbeiten“.