Tucheim l Lichterloh stand in der Nacht zum Freitag ein Dachstuhl einer rund 500 Quadratmeter großen Lager- und Werkhalle in Flammen. Die Priorität der Einsatzkräfte lag darauf, ein angrenzendes Wohngebäude vor den Flammen zu schützen. Gegen 0.30 Uhr waren die Ortswehren aus Tucheim, Paplitz, Dretzel und Gladau vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Die Ortswehr aus Magdeburgerforth wurde nachträglich alarmiert, um die Löscharbeiten zu unterstützen.

Keine Gefahr durch Fotovoltaikanlage

Besondere Probleme bereitete den Einsatzkräften, die auf dem Dach verarbeitete Trapezblechverkleidung. „Es war uns dadurch zunächst nicht möglich, direkt an das Feuer heranzukommen“, berichtete Stadtwehrleiter Achim Schmechtig. Zudem war ein Teil des Daches mit einer Fotovoltaikanlage belegt.Diese stellte für die Feuerwehrleute keine Gefahr dar. Mit der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Tucheim konnte das Feuer zunächst durch eine Dachluke unter Kontrolle gebracht werden. Mit einem Gabelstapler wurde danach die Dachverkleidung um etwa 30 bis 40 cm angehoben und das Feuer durch diesen Spalt gelöscht.

38 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter auch mehrere Atemschutzgeräteträger. „Bewährt hat sich auch die Wärmebildkamera der Feuerwehr Genthin, mithilfe de ich Glutnester aufspüren lassen“, erläuterte der Stadtwehrleiter. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Allerdings ist der Sachschaden immens. Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch geht von mehreren zehntausend Euro aus.

Bilder

Polizei geht nicht von Brandstiftung aus

Am Freitagvormittag wurde der Brandort von Kriminalisten untersucht. „Eine vorsätzliche Brandlegung gilt als höchst unwahrscheinlich“, sagt der Polizeisprecher, fügt aber hinzu: „Die genaue Brandursache steht jedoch noch aus.“Stadtwehrleiter Schmechtig lobt die Einsatzkräfte, die bis zum frühen Morgen um 4.30 Uhr an der Brandstelle im Dienst waren. Tucheims Ortswehrleiter Tobias Kühne und das Team der Feuerwehrführungskräfte hätten sehr professionell agiert. Für die Genthiner Feuerwehrleute verläuft der Monat bislang äußerst ereignisreich. Schmechtig spricht von neun Einsätzen seit dem 30. Mai. „Derzeit zeigt sich die ehrhebliche Belastung, die das Ehrenamt Feuerwehr mit sich bringt.“