Genthin/Halle l Mit Colin Grundt und Lukas Richter freute sich am Dienstag ein ganzes Team aus Feuerwehrleuten, Mitstreitern, Förderern und Unterstützern. All jene, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass ein Imagefilm über die Genthiner Feuerwehr zustande kam, der jetzt landesweite Anerkennung fand. Die beiden Jungfilmer wurden am Dienstag mit einem Jugend-Engagement-Preis geehrt, der von der Initiative „Freistil-Jugend“ ausgelobt worden war. Die Initiative ist unter dem Dach der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis aktiv. Die beiden Feuerwehrleute können sich über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen, das zwei CDU-Landtagsabgeordnete stifteten.

Verleihung ohne sonst übliche Veranstaltung

Dabei verläuft die Preisverleihung in diesem Jahr etwas anders als ursprünglich geplant und wie bei einer offiziellen Veranstaltung eigentlich üblich. Und dies, ohne dass Corona dazu beigetragen hätte. Seit Montag bis zum 24. Mai gibt die Freiwilligen-Agentur zweimal täglich, um 11 und um 17 Uhr, jeweils einen Gewinner per Videoclip über verschiedene Online-Kanäle bekannt. So könne man das junge Engagement öffentlich würdigen und die Reichweite der sozialen Medien nutzen“, erklärte Projektleiterin Lina Wunderlich.

Nachdem Preise am Montag für Projekte nach Halle/Saale und Wittenberg gegangen war, hat das Team aus dem Jerichower Land den Reigen der Auszeichnungen am Dienstag fortgesetzt.

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Schon Nominierung war Ereignis

Der Jubel über die Preis-Nachricht war am Dienstag bei Colin Grundt, auf den Idee und Drehbuch zurückgehen, und Lukas Richter, Produzent und Regisseur, natürlich groß. In einer ersten Reaktion sagte Lukas Richter auch im Namen seines Mitstreiters zur Volksstimme: „Für uns war es schon sehr beeindruckend, überhaupt für den Jugend-Engagement-Preis nominiert worden zu sein, und nun jetzt mit der Auszeichnung durch Jury sind wir umso sprachloser. Es zeigt uns aber auch, dass unser Anliegen auch von anderen Menschen so empfunden wird und auch angenommen wird. Damit wird uns auch nochmal klar, dass wir definitiv mit unserer Message weitermachen wollen. Wir freuen uns nun auch umso mehr, außerdem für den Deutschen Engagement-Preis nominiert worden zu sein.“

Genthins Stadtwehrleiter Achim Schmechtig bezeichnete den Preis, der in das Jerichower Land geht, als einen „Meilenstein in der Öffentlichkeitsarbeit der Genthiner Feuerwehr“. Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) machte es kurz: „Einfach Klasse, eine starke Leistung“.

Junge Leute sollen geworben werden

Colin Grundt und Lukas Richter wollen mit ihrem Imagefilm gerade bei jungen Leuten für ein Engagement in der Feuerwehr werben. Die Feuerwehr und vor allem die Jugend dürfe nicht aus den Augen gelassen werden, so die Filmbotschaft der jungen Leute an die Politik. Das wollen die Projektmacher nicht nur auf finanzielle Aspekte beschränken. Wichtig sei für sie, dass die Jugendlichen ihrer Heimat treu blieben. „Wir wollen den jungen Menschen Mut machen, auch nach ihrer Schulzeit in ihrer Heimat Ehrenämter auszuführen und das nicht nur bei der Feuerwehr“, formulieren Grundt und Richter die Absicht des Imagefilms.

In dem Imagestreifen ist in eine Story eingebettet, eine Geschichte eines Jungen, der seinen Weg bei der Feuerwehr geht.

Szenen mit Rettungsdienst und Polizei

Anfang Februar hatte ein Filmteam um Grundt und Richter in Genthin Szenen mit Feuerwehrleuten, des Rettungsdienstes und der Polizei gedreht. „Externe Unterstützung“ erhielten die Feuerwehrleute von Kameramann Max Bühse und Antonia Conhoff, verantwortlich für Schnitt und Ton. Beide studieren an der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg, Fachrichtung Medienbildung.

Premiere immer noch unklar

Die Premiere des nunmehr ausgezeichneten Imagefilms musste bisher coronabedingt verschoben werden. Der ursprünglich geplante Termin am 16. April entfiel.

Die Genthiner Gruppe ist einer von insgesamt 13 Preisträgern, die eine Jury unter 54 Bewerbern für auszeichnungswürdig befunden hat. Zudem wird auch noch einen Publikumspreis vergeben. Mit dem Kinder- und Jugendforum Burg und Luise Teske aus Schlagenthin, die eine Pflegefamilie in Südafrika unterstützt, waren gleich drei Bewerber aus dem Jerichower Land um den landesweit ausgeschriebenen Preis am Start.