Genthin l Die Finanzierung für den seit drei Jahren avisierten Neubau des Hauses II des Genthiner Bismarck-Gymnasiums steht. Mit einem Fördermittelbescheid über 2,7 Millionen Euro, den Landrat Steffen Burchhardt (SPD) an Schulleiter Volker Schütte überreichte, kann das Vorhaben angeschoben werden.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf zirka sechs Millionen Euro, wobei der Landkreis die Restsumme in Höhe von 3,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln aufbringt.

Im Spätsommer Abriss des alten Gebäudes

Mit der Sicherung der Finanzierung kann das Bauvorhaben nun Schritt für Schritt konkrete Formen annehmen. Der Bauantrag liege gegenwärtig der Genehmigungsbehörde vor, so dass im Spätsommer dieses Jahres mit dem Abriss des alten maroden Schulgebäudes, der ehemaligen Hanno-Günther- Oberschule, begonnen werden kann. Darüber informierte der Landkreis in einer Pressemitteilung.

Daran unmittelbar im Anschluss, im vierten Quartal dieses Jahres, sollen die Arbeiten am Neubau beginnen, die sich voraussichtlich über zwei Jahre erstrecken werden. Derzeit geht der Landkreis davon aus, dass das neue Schulgebäude im Sommer 2022 bezogen werden kann.

Mensa und Unterrichtsräume

Das Projekt für den dreietagigen Schulneubau weist acht allgemeine Unterrichtsräume, sechs Fachunterrichtsräume sowie eine großzügige Mensa mit angeschlossener Verteilerküche aus. Für das Lehrpersonal sind neben einem Lehrerzimmer, zwei Teamstationen, vier Vorbereitungsräume sowie Räumlichkeiten für die Schulleitung und -koordination vorgesehen.

In das neue Schulgebäude werden Lager- und Sanitärräume integriert.

„Das neue Schulgebäude wird sich perfekt in unser Schul- und Lernkonzept einfügen und das Lernumfeld deutlich aufwerten. Schon jetzt freue ich mich auf die Fertigstellung“, sagte Schulleiter Volker Schütte bei der Übergabe des Fördermittelbescheides. Schulkoordinatorin Susan Buch ergänzte: „Im Dialog mit dem Landkreis konnten wir unsere Planungswünsche und viele Ideen mit einbringen. Schön, dass jetzt alle Hürden genommen sind und es losgehen kann.“

Meilenstein zur besseren Schulinfrastruktur

Landrat Steffen Burchhardt sieht den Landkreis mit dem Neubau gut aufgestellt: „Mit Abschluss dieser Baumaßnahme werden wir einen großen Meilenstein in der Verbesserung der Schulinfrastruktur im Landkreis erreicht haben. Neben Gommern und Burg sind dann alle drei Gymnasien im Jerichower Land in einem sehr guten baulichen Zustand und bestens für die Zukunft gerüstet.“

Mitte des nächsten Jahres wird zudem der Schulhof vor Haus II saniert. Der Schulneubau und die Sanierung des Schulhofes sollen zeitgleich abgeschlossen werden.

Neubau seit 2017 angestrebt

Die Diskussion über die Zukunft des Hauses II des Genthiner Gymnasiums läuft seit dem Jahr 2017. Im Februar des darauf folgenden Jahres hatte der Kreistag sich dafür ausgesprochen, dass das Haus II des Bismarck-Gymnasiums in Genthin entweder saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird. Das Landesverwaltungsamt bestätigte Anfang des vergangenen Jahres die Neubaupläne der Kreisverwaltung als förderfähig.

Der Fördermittelbetrag über 2,7 Millionen Euro für den Neubau in Genthin fließt aus Finanzhilfen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen.

Das heutige Haus II war 1951 der erste Schulneubau im Altkreis Genthin nach dem Zweiten Weltkrieg.