Neuenklitsche l Der ehemalige Klitscher Ortsbürgermeister hat sich ein großes Ziel gesetzt: das Entwickeln eines Platzes der Generationen neben der historischen Kirche. Dafür setzt er alle Hebel in Bewegung. Selbst bei der Wahl der Kleidung geht es um dieses Ziel: Fritz Lichtenberg trägt ein T-Shirt. Darauf ist zu lesen: „Wir sind Klitsche“. Das weckt Aufmerksamkeit und es weckt natürlich die Frage: Wie kommt man auf diesen Schriftzug? Hier spiele schon das Internet eine große Rolle, sagt Lichtenberg. „Heimatvereine gibt es ziemlich viele, wir wollten einen ausgefallenen Namen für einen Verein“, sagt Lichtenberg. Denn nur über einen Verein lasse sich das große Ziel, das sich Lichtenberg schon lange gesetzt hat, realisieren.

Sieben Leute nötig

Deshalb haben er und einige Mitstreiter für Mittwochabend, 20. März, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus organisiert. „Jeder Haushalt im Ort hat dazu eine Einladung bekommen“, erläutert der frühere Ortsbürgermeister. Sieben Leute brauchen Lichtenberg und das kleine Vorbereitungsteam, um den Verein zu gründen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass das große Ziel erreicht wird.

2018 gab es die erste Idee. Es sollte einen Platz geben, auf dem sowohl jüngere als auch ältere Einwohner von Neuenklitsche zusammenkommen können. Denn in den vergangenen Jahren seien wieder vermehrt jüngere Familien in die Region gezogen. „Daher haben wir aktuell viele kleine Erdenbürger, die sich zusammen mit ihren Eltern und Großeltern über einen zentralen Spiel- und Begegnungsplatz im Ort freuen würden. Auch die größeren Kinder und Jugendlichen im Ort, die den Jugendclub besuchen, würden vom Platz profitieren“, argumentiert Fritz Lichtenberg. Konkret ist geplant, einen Dorfgemeinschaftsplatz zu schaffen, auf dem sich ein Spielplatz mit einem gemütlichen Sitzbereich, der mit Holztischen und –bänken ausgestattet wird, befindet.

Für die Kleinkinder sind Rutschen, ein Spielturm, Sandkasten und Schaukel vorgesehen. Der Kinder- und Jugendbereich soll mit einem kombinierten Hand-, Fuß- und Volleyballfeld und einem Geschicklichkeitsparcours ausgestattet werden.

Treffpunkt für Bürger

Ein weiterer Abschnitt soll als Treffpunkt der Bürger hergerichtet werden. Hier werden Bänke und Tische bereitgestellt, an denen sich die Bürger zu Gesprächen und Feiern zusammenfinden können. Die Eltern und Großeltern können die spielenden Kinder von dort aus gut beaufsichtigen.

Für Dorffeste sowie Kinder- und Rentnerfeiern können der Platz und die Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses genutzt werden.

Kirche als Kooperationspartner

Für eine Konzeption konnte man die Planerin Annett Kriewald gewinnen. Sie hat in der Region schon an verschiedenen Stellen Akzente gesetzt. Mehrere Fördertöpfe haben die Initiatoren für die Umsetzung des Projektes im Blick. Unter anderem gehört dazu das EU-Programm „Leader“, das die ländliche Entwicklung fördert, das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark, Banken, Stiftungen und natürlich das Fundraising, das Gewinnen von Spenden. Ein wichtiger Kooperationspartner ist die zudem Kirche, hier in erster Linie das Kirchspiel Stremme. Vorsitzende Katrin Hertwig hat ihren Wohnsitz in Neuenklitsche.

Lichtenberg war bereits beim CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens in Genthin zum Herbstgrillen der Partei eingeladen. Hier konnte er im persönlichen Gespräch sein Anliegen vortragen. Der Landtagsabgeordnete Detlef Radke (CDU) sieht laut Lichtenberg Fördermöglichkeiten.

Die erste Hürde aber ist die Gründungsversammlung für den neuen Verein.