Genthin l Der Düngemittelhersteller Seraplant kommt nicht nach Genthin. In einem Brief an die Stadträte und die Stadtverwaltung kündigte Seraplant-Geschäftsführer seinen Rückzug an. Die technische Realisierung des Projektes sei für ihn unter den gegenwärtigen Umständen sehr schwierig in der Umsetzung.

Im April hatte der Stadtrat die für die Ansiedlung notwendige Änderung des bebauungsplanes nicht beschlossen. Bevor der Düngemittelhersteller sich hätte ansiedeln können, hätte das Gelände von einer gewerblichen in eine industrielle Nutzung umgewandelt werden müssen. Begründet wurde die Entscheidung mit fehlenden informationen und Bedenken an dem geplanten Herstellungsverfahren.

Rund 20 Millionen Euro beabsichtigte die Haldensleber Firma in Genthin zu investieren, um das Henkel-Regionallager zu erwerben und auf dem Gelände eine Produktionsstätte zur Düngemittelherstellung aus Klärschlammasche zu errichten. 20 Arbeitsplätze hatte der Investor in Aussicht gestellt.