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InternetMit Video: Wie die Region Genthin in Sozialen Medien bekannt gemacht wird

Franz Vandersee ist im Jerichower Land als Filmemacher bekannt. Ortschaften, Vereine und Unternehmen nutzen sein Know-how für Werbeclips.

Von Mike Fleske Aktualisiert: 10.02.2024, 11:19
Franz Vandersee alias Franzvanmedia aus Genthin
Franz Vandersee alias Franzvanmedia aus Genthin Foto: Franz Vandersee

Genthin/Burg - Wer ist eigentlich „Franzvanmedia“? Den Künstlernamen haben manche schon gelesen, dessen Clips aus dem Jerichower Land schon gesehen. Hinter dem Namen steckt ein junger Filmemacher aus Genthin. Und der hat eine spannende Geschichte zu erzählen.

 
Der junge Filmemacher Franz Vandersee aus Genthin hat sich autodidaktisch Know How über das Filmemachen erworben und sich einen Namen (Franzvanmedia) als Imagefilmer gemacht. (Video: Franzvanmedia)

Franz Vandersee alias Franzvanmedia, ist schon manchem während seiner Tätigkeit begegnet. Ob Aufnahmen aus der Luft oder dicht an Menschen. Er nutzt die Möglichkeiten von Drohnenaufnahmen und der Handkamera für Aufnahmen von Stadtfesten, Großveranstaltungen und Imageclips für Ortschaften aus der Region. „Ich finde es sehr reizvoll, wenn mit der Perspektive gespielt werden kann“, erklärt der 24-Jährige. Außerdem sind die so entstandenen Bilder mittlerweile fast ein Markenzeichen des jungen Filmers.

Werkschau auf Videoplattform

Im Jerichower Land, aber auch bis in die Altmark und nach Magdeburg, ist seine Arbeit mittlerweile begehrt. Davon zeugen zahlreiche Clips auf seiner Profilseite auf der Plattform „YouTube“. Hier ist mittlerweile eine regelrechte Werkschau der vergangenen beiden Jahre zusammengetragen worden, denn seit 2022 arbeitet Franz Vandersee unter dem „FranzVanMedia“ als Filmer in der Region.

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Die Stadt Genthin hat ihn seinerzeit gebucht, um Impressionen der 850-Jahr-Feier festzuhalten. Für Güsen hat er einen 20-minütigen Imagefilm mit Interviews und Ortsimpressionen zusammengestellt, der die Bewerbung für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ unterstützte. Mittlerweile sind sogar namhafte Unternehmen, die in der Region tätig sind auf ihn aufmerksam geworden und buchen ihn regelmäßig für Videos. Selbst große Autohersteller gehören zu den Kunden des jungen Genthiners.

Den Auftritt der Gruppe „Stereoact“ in Güsen hielt Franz Vandersee mit der Kamera fest.
Den Auftritt der Gruppe „Stereoact“ in Güsen hielt Franz Vandersee mit der Kamera fest.
Foto: Bettina Schütze

Für ihn ist sozusagen ein Traum Wirklichkeit geworden. Geboren und aufgewachsen im Jerichower Land, beschäftigte sich Franz Vandersee schon früh mit dem Fotografieren und Filmen. Aber zunächst als Hobby. Nach der Schule macht er eine Ausbildung, ist im Hauptberuf als Fahrer für Krankentransporte tätig. Ausgleich für den oft stressigen Job, bleibt das Filmen.

Filmerische Handgriffe selbst beigebracht

Nach und nach entwickelte er sich weiter, schaute sich Handgriffe bei anderen ab, beschäftigte sich mit Perspektiven, Bildkompositionen und Einstellungen bei der Filmerei und nach ersten kleineren Aufträgen, die durch private Kontakte vermittelt wurden, wuchs der Kreis der Interessenten. Immer wieder wird er für Hochzeiten gebucht, und es gingen auch Aufträge von Firmen und Vereinen ein.

„Wir haben mit Franz Vandersee mehrfach im Zusammenhang mit unserem Weihnachtsturnen zusammengearbeitet“, erzählt etwa Fritz Mund, Vorsitzender SV Chemie Genthin. Die dreiminütigen Clips gäben einen schönen Eindruck der sportlichen Leistungen des Turnnachwuchses. Auch deshalb, da die Aufnahmen in hoher Bildqualität entstanden und so der manchmal schwierigen Beleuchtung in der Sporthalle trotzten.

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„Ich habe mich in den vergangenen Jahren immer professioneller ausgestattet, um nicht nur die Filme hochwertig aufnehmen, sondern auch schneiden zu können“, sagt Franz Vandersee. Im Jahr 2022 wird ihm deutlich: Aus dem Hobby ist mehr geworden. „Heute bin ich mit einem Kleingewerbe als „Social-Media-Manager“ tätig.“ Dahinter verbirgt sich moderner Beruf, der das klassische Marketing mit der audiovisuellen Aufbereitung in sozialen Medien verbindet.

Die Erstaufführung des Imagefilmes zu 1050 Jahren Dretzel stieß auf großes Interesse bei den Einwohnern.
Die Erstaufführung des Imagefilmes zu 1050 Jahren Dretzel stieß auf großes Interesse bei den Einwohnern.
Foto: Mike Fleske

Dabei kann Vandersee ohne Probleme auch aus einer Kleinstadt wie Genthin heraus agieren. Hier hat er sein Büro, hier möchte er bleiben. „Ich glaube, dass ich in den nächsten Jahren in der Region weiterarbeiten werde“, sagt er. Die digitale Bearbeitung und das schnelle Internet machen es möglich, doch wie lange es dauert, bis so ein professioneller Clip von fünf bis 15 Minuten entstanden ist, vermag der Zuschauer manchmal gar nicht zu ermessen.

Tagelange Dreharbeiten für Imagevideos

„Franz Vandersee war in unserem an mehreren Tagen zu Gast und drehte mehrere Stunden“, erinnerte sich die Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins Dretzel Mandy Grahn. Der Filmemacher drehte im vergangenen Jahr ein Video zum 1050-jährigen Ortsjubiläum. Dabei war es auch das Geschick des Filmemachers die Gesprächspartner interessant in Szene zu setzen. Franz Vandersee ist mittlerweile in der Region so bekannt, dass er kaum für sich werben muss.

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„Es ist so, dass aufgrund der Clips in den sozialen Medien immer wieder neue Auftraggeber auf mich zu kommen oder mich an anderer stelle empfehlen“, sagt er. Das sei klassische Mund-zu-Mund-Propaganda. Alles laufe auch heute nicht digital. Und einiges gibt es noch zu erschließen, denn in der Region um Burg, hat Vandersee bislang noch nicht gefilmt. „In der Gegend um Genthin bin ich viel unterwegs, in Magdeburg und Stendal, in Burg nicht.“ Aber vielleicht kommt auch das noch.