Ein Insektenhotel auf dem Gelände der Kita Kade soll noch mehr Nähe zur Natur schaffen

Kinder freuen sich auf kleine Mitbewohner

Von Sigrun Tausche

Vom Toben und Klettern auf dem Spielplatz kamen die Kita-Kinder in Kade bei dem schönen Frühlingswetter gestern ins Schwitzen, während es Ortsbürgermeister Heinz Beier sowie Lars Wenslau von der Feuerwehr bei der Arbeit ziemlich warm wurde: Sie stellte auf dem Kita-Gelände ein Insektenhotel auf.

Kade l Während des langen Winters hatte Heinz Beier viel Zeit, um das Insektenhotel zu bauen. Material hatte er auch noch daheim, einschließlich Farbe. Ein echtes "Luxushotel" ist es geworden, mit Beschriftung sowie bunten Käfer-Bildchen auf beiden Seiten.

Die Idee dazu stammt von Kita-Leiterin Marina Zander. "Im Park steht schon eins, und nun wollten wir auch eins in der Kita haben, um den Kindern die Natur noch näher zu bringen", erklärt sie. Heinz Beier dazu zu überreden, für die Kita ein Insektenhotel zu bauen, ist ihr offenbar nicht schwer gefallen. Überredungskunst traf auf Bereitschaft - dem Ortsbürgermeister macht so etwas ja Spaß. Und wenn er es schon macht, dann auch "exklusiv".

Beim Füllen der Fächer durften die Kinder ein wenig mithelfen. Alles war schon vorbereitet: die Astabschnitte, in die Heinz Beier Löcher für Florfliegen, die hier ihre Eier ablegen können, gebohrt hatte, ein Lehmstein, damit die Insekten ihre Höhlen verschließen können, Schilfstängel, Fichtenzapfen, Holzwolle...

"Wir haben zur Zeit ein Projekt zum Thema: Alles was kriecht und fliegt", sagte Marina Zander. Dazu, findet sie, passe das Insektenhotel sehr gut. "Am Montag waren wir schon eingeladen beim Geflügelzuchtverein. Heiko Pflaumbaum und Christian Ettrich haben Küken mitgebracht, die die Kinder anschauen konnten." Denn auch "Vom Ei zum Küken" war in diesem Rahmen Thema in der Kita.

Anschließend waren die Kinder vom Geflügelzuchtverein zum Grillen eingeladen. Und da aus Platzgründen alles auf dem Hof von Gustav Pflaumbaum stattfand, gab es noch ein zusätzliches Vergnügen für die Kleinen: den Spielplatz dort. "Den fanden sie am interessantesten", gesteht Marina Zander.

Demnächst wollen die Erzieherinnen mit den Kindern noch den Agrarhof Kade besuchen. Denn dort wurden schon einige Kälbchen geboren. Und die wollen sie sich natürlich anschauen.