Jerichow l Tina Döbel ist seit einigen Tagen vor Ort im historischen Kloster Jerichow. Sie ist dabei sich einzuarbeiten. Ihre Stelle wurde neu geschaffen. Sie zeichnet verantwortlich für Marketing, Events und die Öffentlichkeitsarbeit.

Sie ist eine Frau, die Weltluft geatmet hat und diese Erfahrungen mit in die Arbeit einbringt. Im österreichischen Villach hatte sie über ihre Arbeit die Möglichkeit, internationales Flair zu atmen. Sie begegnete dort Hollywood-Größen wie Hugh Grant, Bud Spencer und auch dem Model Naomi Campbell. Unter den Gästen waren auch Dieter Bohlen und Rod Stewart. Vor dem Job im Kloster Jerichow hat sie einen Kunden aus Hannover auf seiner Jubiläumstour begleitet. Stationen waren Rostock, Regensburg, Münster, Leipzig und auch Heidelberg.

Zudem war sie beruflich vier Wochen im spanischen Granada unterwegs. „Ich habe da Land und Leute kennengelernt“, erzählt sie mit einem sympathischen Lächeln.

Ihre Wurzeln hat sie in der Nähe. Viele Jahre hat sie in Walbeck gelebt. Früh interessierte sie sich für Menschen und Geschichte. Die Stiftskirchenruine in Walbeck wurde zu ihrer Leidenschaft. Sie liegt an der Straße der Romanik. „Ich habe dort einen Verein gegründet und geführt“, erinnert sie sich. Eine andere Leidenschaft war das Tanzen und die damit verbundene Inszenierung des Tanzes.

Ihre Leidenschaften machte Tina Döbel zu ihrem Beruf. Dienstleistungsmanagement mit den Schwerpunkten Eventmanagemen und Marketing, das waren die Themen an der Hochschule Harz in Wernigerode, an der sie studierte.

Ihre Wanderung brachte sie an unterschiedliche Stationen. Sie war Projektassistentin bei Universal, Projektleiterin bei einer Kommunikationsagentur in Berlin.

Nun ist sie angekommen im Kloster Jerichow. Sie hat die Bundeshauptstadt verlassen. „Der Trubel dort war einfach zu viel“, sagt sie. Eine neue Heimat hat sie jetzt in Tangermünde gefunden. Im Lebensmittelpunkt steht privat die elfjährige Tochter Lena Charleen.

Schwerpunkt: Kommunikation

„Ich schaue mich jetzt hier im Kloster einmal um“, erzählt sie. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf das Thema „Kommunikation“. „Ich sehe das Kloster als einen Ort der Begegnung. Im Mittelalter haben die Menschen auf dem Markt miteinander kommuniziert, mit dem fahrenden Volk der Händler“ sagt sie. „Ich würde mich freuen, wenn sich das Kloster zu einem Ort der Begegnung entwickelt, wo man miteinander lacht und Geschichten teilt“, meint Tina Döbel. Es ist ihr wichtig, dass die gut funktionierende Zusammenarbeit weiterentwickelt wird.

„Zukünftig müssen wir die besonderen Schätze des Klosters stärker herausstellen“, so Döbel. Ihr liegt viel daran, das Kloster überregional noch mehr zu präsentieren.

So geht der Blick auch in die Bundeshauptstadt. „Hier habe ich eineinhalb Jahre gelebt“, meint sie bezüglich des Netzwerkausbaus. Weitere Kontakte pflegt sie über ihre beruflichen Tätigkeiten nach Leipzig, Braunschweig und Hannover. „Ich habe mir im Laufe der zurückliegenden Jahre ein internationales Netzwerk aufgebaut“, berichtet sie.

Besonders interessiert sie Literatur. Die Nachfrage nach ihrer Lieblingslektüre beantwortet sie schnell: „Die Prophezeiungen von Celestine“. Auch die Frage nach ihrem Lieblingsstreifen ist schnell beantwortet: „Hinter dem Horizont“ heißt der Titel des Kinofilms.

Es ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1998. Die Regie führte Vincent Ward, das Drehbuch schrieb Ronald Bass anhand eines Romans von Richard Matheson. Die Hauptrolle spielte Robin Williams.

Mit dieser Tiefe und riesiger Neugier geht nun Tina Döbel an die Arbeit, voller Visionen und Ideen in diesen historisch so bedeutsamen Mauern.