Genthin l Turbulent, gesellig und vor allem gut gelaunt, das sind Attribute, die die elfte Auflage der Kneipennacht in Genthin treffend beschreiben.

Hunderte Genthiner pendelten bis in die frühen Sonntag-morgenstunden entweder zu Fuß oder mit dem Shuttle, gesteuert von Werner Höhne von einem Brettiner Reisebus-Unternehmen, von einer Kneipe zur anderen. Der Genuss des einen oder anderen Bierchens ließ niemand aus der Rolle fallen. Beschwerden über Ruhestörungen gab es offensichtlich in diesem Jahr nicht.

Jede Kneipe mitnehmen

Der Ehrgeiz, auch jede Kneipe „mitzunehmen“ war groß und damit auch der Andrang an den einzelnen Bushaltestellen. „Ich finden es einfach toll, dass in Genthin mal was los ist“, sprach Ralf Werner vielen Kneipennacht-Besuchern aus der Seele. Der Laden brummte in den Kneipen so richtig - Musiker und Gastronomen legten eine Höchstleistungsschicht ein.

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Es war ein Event, das den Vorzug gegenüber dem gemütlichen sonnabendlichen Fernsehabend erhielt. Ob urig wie im Hotel Arkona und der Kutscherstube oder mit geräumigen Tanzflächen wie im Lindenhof, bei Café Sprung oder im Heideeck: Genthins Locations kamen mit Live-Musik ganz unterschiedlicher Prägung charmant daher.

Mehrgenerationenprojekt

Dabei bleibt die Kneipennacht nach wie vor ein „Mehrgenerationenprojekt“. Einer der ältesten Besucher war sicherlich der 80-jährige Gerhard Zenkner, der die Tuba im Genthiner Blasorchester spielt. „Ich wollte mal hören, welche Musik hier gespielt wird. Das ist ganz interessant“, sagte der Senior, der mit seiner Ehefrau unterwegs war. Andere, wie Kartoffelkönigin Nicole Dittler, lebten einfach mal ihre Tanzleidenschaft aus.

Als Genthiner Kneipennacht-Urgestein erwies sich erneut der Gitarrist und Sänger Papa Joe, der seit elf Jahren ununterbrochen dem Hotel „Arkona“ die Treue hält und damit zu einem Markenzeichen in Genthin geworden ist.

Große Zufriedenheit stellte sich beim Veranstalter Thomas Schmidt, Inhaber der Kneipenfest-Agentur, ein. „Wir freuen uns, dass das Kneipenfest vom Publikum von allen Alterklassen angenommen wird und mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender gefunden hat“, sagte er.

Dankbares Publikum

Die Genthiner hätten sich wiedereinmal als ein sehr dankbares Publikum erwiesen. Dass auch in diesem Jahr mit dem Heideeck und der Zillestube wieder zwei Locations aus Genthin Süd in das Veranstaltungsprogramm aufgenommen werden konnten, habe der Kneipennacht, so der Veranstalter, gut getan. „Damit fühlen sich die Bewohner von Genthin-Süd nicht abgehängt.“