Tucheim l „Sicherheit im fortgeschrittenen Lebensalter“, unter diesem Motto stand der Kaffeenachmittag der Ortsgruppe der Volkssolidarität Tucheim. Dazu waren die Regionalbereichsbeamten der Stadt Genthin, Heiko Möhring und Michael Kliemann, eingeladen. „Nehmt Euch zu Herzen, was die Polizei sagt“, mahnte Gruppenvorsitzende Hannelore Neumann ihre Mitglieder.

Vorsicht vor dem "Enkeltrick"

Die Polizeibeamten gaben den Senioren verschiedene Tipps zum richtigen Verhalten im Alltag. Zu den Straftaten mit denen insbesondere Senioren konfrontiert sind, gehört der sogenannte „Enkeltrick“, der auch in der Region schon vorgekommen ist. Michael Kliemann: „Übergeben Sie nie Geld an eine Ihnen fremde Person.“

Auch das Bankpersonal, so Kliemann weiter, sei mittlerweile geschult und werde hellhörig, wenn eine ältere Person plötzlich viel Geld für ihren Enkel abheben möchte. Die Regionalbereichsbeamten stellten auch klar, dass „die Polizei nie anrufen würde, um Geld für eine Aktion kassieren zu wollen“. Gemahnt wurde auch vor den Kaffeefahrten. „Wenn man bedrängt wird, etwas zu kaufen oder das Gebäude nicht mehr verlassen kann, sollte man sofort die 110 anrufen.“

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Falsche Gewinnversprechen

Heiko Möhring wies auf Gewinnversprechen, die per Telefon oder per Post gemacht werden. „Sie sollten aufmerksam werden, wenn es heißt, dass Sie Geld überweisen sollen, bevor Sie den Gewinn erhalten.“ Geldforderungen von Versandhäusern sollte man nicht nachkommen, wenn man sich sicher sei, dass man dort nichts bestellt hat. „Sofort Anzeige erstatten.“ Solche Fälle seien aktuell aufgetreten.

Nicht zurückrufen sollte man Telefonnummern, die man nicht kennt. Michael Kliemann: „Da könnten Sie schnell in eine Kostenfalle geraten.“ Nichts unterschreiben sollte man auch bei den sogenannten „Haustürgeschäften“. Auch sei es nicht sinnvoll, große Geldsummen und Wertsachen zu Hause aufzubewahren. Ein sicherer Tresor könnte helfen.

Um Einbrechern das Leben schwer zu machen, sollten Türen und Fenster gut gesichert sein. Anschauungsmaterial zu sicheren Türklinken und Fenstergriffen hatten die beiden Polizisten mitgebracht. „Die Angst nach einem Einbruch bleibt. Fremde Leute sind in die Privatatmosphäre eingedrungen. Das bleibt haften“, so Michael Kliemann.