Genthin l „Der Abschied fällt mir schwer, aber ich kann stolz und zufrieden zurückblicken“, machte Bürgermeister Thomas Barz (CDU) mit Blick auf seine zu Ende gehende Amtszeit deutlich. Er habe sich ganz bewusst für neue Aufgaben im Landkreis entschieden. „Man soll im richtigen Moment gehen, der ist nun gekommen.“ Ab Mai wird Barz Beigeordneter des Landrates sein.

Jahresrückblick im Film

Mit sehr persönlichen Worten dankte er seinen Mitarbeitern und seiner Familie und wünschte sich, dass sein Nachfolger neue Ideen habe und diese entwickeln dürfe. Die Stadt sei auf einem guten Weg, so der Bürgermeister. Zum ersten Mal verknüpfte Barz seine Worte an die rund 200 Gäste, nicht mit einem Jahresrückblick. „Wir haben einen Film erstellt, der heute erstmalig gezeigt wird und auch im Internet zu sehen ist.“

In Form eines professionell produzierten Werbeclips gibt es Erinnerungen an das Jahr 2017: Die Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt wurden abgeschlossen, im Chemiepark sind aktuell 300 Mitarbeiter tätig und die Fußgängerbrücke über den Elbe-Havel-Kanal ist eröffnet worden. 2018 wird im Zeichen der Bürgermeisterwahl und der Diskussion um das sogenannte „Stadtkulturhaus 2.0“ stehen.

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Wasserturm bald ohne „Krause“

Das Parkplatzproblem am Bahnhof wird Thema sein und es wird energetische Sanierungen in Kitas und Turnhallen geben. Zudem startet 2018 die Sanierung des Wasserturms, der sich laut Film ab 2020 ohne „Halskrause“ präsentieren soll.

Landrat Steffen Burchhardt (SPD) hatte weitere gute Nachrichten für die Genthiner parat. „Genthin spielt eine zentrale Rolle im Landkreis“, sagte er. Das werde belegt durch die Kreisverwaltung, die im Kreishaus an der Brandenburger Straße untergebracht ist. 200 Mitarbeiter seien dort tätig. „Diesen Standort erachten wir gleichwertig mit Burg“, machte Burchhardt deutlich und bekannte: „Ich gebe Ihnen mein Wort, die Verwaltung gehört hierher und bleibt auch hier.“

Breitband im Landkreis

2018 werde ein bewegtes Jahr, besonders im Hinblick auf den Breitbandausbau. Er sei zuversichtlich, so Burchhardt, dass Ende des Jahres der gesamte Landkreis mit schnellem Internet ausgebaut sei. Keinen wirklichen Fortschritt zum vergangenen Jahr, konnte der Landrat in seinen Aussagen zur Sanierung des Genthiner Gymnasiums vermelden.

„Sobald das Gymnasium Gommern fertig ist, ist Genthin dran“, bekräftigte er seine Aussage des vergangenen Jahres. Allerdings legte sich Burchhardt doch ein wenig fest, wenn er hinzufügte, dass bis zum Ende seiner Amtszeit das Genthiner Gymnasium saniert sein werde. Das wäre dann 2020.

Staatsekretärin zuversichtlich

Die CDU-Staatsekretärin Tamara Zieschang beschloss mit ihrem Grußwort die Festreden und machte in drei Punkten deutlich, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt mit Hoffnung auf das neue Jahr schauen können.Das Land stehe wirtschaftlich sehr gut da. In Aussicht stehen steigende Löhne und gut gefüllte Auftragsbücher der Unternehmen.

Zudem könne man mit den europäischen Nachbarn in Frieden und Freiheit leben. Keine Selbstverständlichkeit: „Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg.“ Damals haben sich die Europäer anders gegenüber gestanden. Zieschang wandte sich gegen Abschottung und Populismus. „Das ist keine Antwort auf die sich verändernde Welt.“ Als dritten Grund zur Zuversicht sah die Staatsekretärin, das Funktionieren der deutschen Instituitionen, trotz der Probleme bei der Regierungsbildung im Bund. Deutschland sei handlungsfähig. „Auch wir machen unsere Arbeit, manchmal geräuschloser als mancher denkt“, sprach sie im Namen der Landesregierung.

Den kulturellen Rahmen bestritt in diesem Jahr der Chor des Bismarck-Gymnasiums Genthin. Die Schüler präsentierten eine Auswahl von Liedern aus dem aktuellen Programm „Wunder geschehen“, dass vor Weihnachten auch im Magdeburger Landtag vorgestellt wurde. Nach dem offiziellen Teil kamen Vertreter aus Politik, Sport und Kultur zu lockeren Gesprächen zusammen