Kultur und Feste

Pareyer hoffen auf Elbauenfest im Jahr 2022

Das traditionelle Elbauenfest und das Fest der Vereine in Parey werden auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Grund ist die Corona-Pandemie mit den dazugehörigen Abstands- und Hygieneregeln.

Von Bettina Schütze
Die niederländische Gruppe ?Doe Mar Wa? begeisterte die Pareyer und Gäste beim 15. Elbauenfest im Jahr 2019.
Die niederländische Gruppe ?Doe Mar Wa? begeisterte die Pareyer und Gäste beim 15. Elbauenfest im Jahr 2019. Fotos: Bettina Schütze

Parey

Schon im vergangenen Jahr gab es keine Fortsetzung der beliebten Veranstaltungen für Jung und Alt. Bereits frühzeitig hatte sich die Hoffnung auf eine Austragung der Feste getrübt. Das gilt auch für dieses Jahr. Aber es bleibt die Hoffnung, dass die beliebten Feste im kommenden Jahr wieder Besucher anziehen.

Das Elbauenfest hatte in den ersten zehn Jahren noch einen anderen Charakter als in den zurückliegenden Jahren. Da war es noch eine Flug-Gaudi-Show, die Massen von Zuschauern aus allen Regionen in das Erlebnisdorf nach Parey lockte. Selbstgebaute Flugobjekte, deren Ideenvielfalt kein Ende kannte, hoben von der Rampe ab und landeten wohlbehalten und zum Gaudi der Zuschauer im Wasser. Maskottchen Gustav war immer dabei. Im Jahr 2011 konnte sogar Rundfunk-Moderator Stefan Bernschein begrüßt werden. Er interviewte die kühnen Piloten, bevor sie sich mutig von der etwa sechs Meter hohen Rampe ins Nass stürzten, und führte durch das abwechslungsreiche Programm. Besucher reisten aus fast allen Ecken Deutschlands an. Doch mit den Jahren wurden die Teilnehmer weniger. Und so organisierten sich die Veranstalter um, schlugen neue Wege ein, ohne dass das Fest an Attraktivität verlor.

Die Veranstalter hatten sich stets ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. So gab es mal einen Luftballon-Wettflug. Zimmerleute bauten auf der Tanzfläche auch schon mal einen drehbaren Dachstuhl auf. Mit der Hebebühne einer Dachdeckerfirma aus Reesen konnten die Besucher aus luftiger Höhe einen Blick über die Region werfen.

Idyllische Fahrten mit den Flößen

Auf Flößen konnten und können die Gäste in Ruhe die Flora und Fauna betrachten und genießen. An Bord werden die Fahrgäste vom Kapitän unterhalten und können sich stärken. Das ist auch ohne Elbauenfest und Fest der Vereine noch heute möglich.

Im Jahr 2018 gab es Vielzahl an Oldtimern zu bestaunen. Und auch die jungen Besucher konnten sich in all den Jahren austoben. Dazu trugen unter anderem der Spielplatz und die Angebote des Moskito-Clubs bei.

In all den Jahren war auch die benachbarte Paltrockwindmühle in Parey stets ein Anziehungspunkt für die vielen Besucher aus Nah und Fern. Sie konnte nicht nur besichtigt werden. Das Team um Bernhard Melchert versorgte die Interessierten auch mit allen Fakten zu diesem Bauwerk.

Das Fest der Vereine kann erst auf eine sechsjährige Tradition zurückblicken. Es findet in der Regel am Tag nach dem Elbauenfest statt. Die Vereine aus der Gemeinde Elbe-Parey nutzten bisher diese Veranstaltung, um sich dem immer zahlreichen Publikum zu präsentieren. Das beginnt schon mit dem Festumzug, an dem sich die Vereine beteiligen. Angeführt wird dieser vom Schalmeienorchester aus Parey.

Am Tag der Vereine wird ein buntes Bühnenprogramm von den Vereinen aus der Region angeboten. Das Spektrum reicht dabei von Gesang über Tanz und Musik bis hin zu spaßiger Unterhaltung.

Krönung der Elbauen-Königinnen

Zu einer schönen Tradition hat sich die Krönung der Elbauen-Königinnen entwickelt. Die heutige Gemeindebürgermeisterin Nicole Golz (parteilos) hatte im Jahr 2015 erstmals die Elbauen-Königin gekrönt. Damals waren es Königin Laura Steffen und Prinzessin Helene Windelband. Mit im Gefolge sind auch immer Gasthoheiten, die sich dem begeisterten Publikum gerne vorstellen. Es ist für alle immer ein schöner Augenblick.

Auch die Bühnenprogramme waren abwechslungsreich und boten etwas für jede Altersklasse. Besonders die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten der Gemeinde Elbe-Parey zogen mit ihren kleinen Programmen das Publikum stets in ihren Bann. Da blieb kein Platz frei und die Fotoapparate klickten ununterbrochen.

Auch wenn jetzt noch die Corona-Pandemie das Alltagsleben bestimmt, dürfen alle Freunde der Feste auf das nächste Jahr hoffen.