Genthin/Brettin/Roßdorf l „Hallenfußball hat eine gewisse Magie“, sagt der Jugendwart des TSV Brettin/Roßdorf, Julian Tiefert. Zum ersten Mal organisierten die Ehrenamtlichen um Tiefert ein Turnier unter dem Titel „Budenzauber“ in der Genthiner Sporthalle an der Berliner Chaussee. Durchaus gespannt waren die Verantwortlichen.

Ist die Halle wie geplant zu nutzen, werden alle Teams rechtzeitig vor Ort sein? Die Premiere gelang. Zu den 20 Mannschaften aus der Region, wie etwa FC Stahl Brandenburg oder TSG Grün-Weiß Möser, traten auch die verschiedenen Altersklassen des BFC Dynamo Berlin an: „Darauf sind wir besonders stolz“, so der Jugendwart.

Gelungene Premiere

Zugesagt hatten auch die Spieler des 1. FC Magdeburg, die aber aus Krankheitsgründen absagen mussten. Eine Absage, die in Grippezeiten zwar verständlich war, aber die vom TSV-Vorstand besonders bedauert wurde. „Die Verbindung mit den Magdeburgern besteht schon sehr lange, so spielen die Jugendmannschaften öfter in Vergleichsspielen gegeneinander.“ Zur Premiere blickte der TSV-Vereinsvorsitzende René Peters auf die Entstehung des neuen Turniers.“ Eigentlich gehören wir zu Jerichow und dort haben wir in der Sporthalle immer ein Turnier an einem Tag durchgeführt.“

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Die Brettin-Roßdorfer schauten auf ihre Nachbarn nach Premnitz: Dort organisierten die Fußballer schon des Öfterenumfangreiche Turniere. „Was die Premnitzer können, können wir auch“, so die Devise der Kicker. Gesagt, getan. Dr. Axel Lorenz, Geschäftsführer des Turn- und Sportvereins, kümmerte sich um Fördermittel, die Stadtverwaltung Genthin holte man für die Nutzung der Sporthalle mit ins Boot, und sämtliche Vereinsmitglieder aktivierten ihre Kontakte zu befreundeten Fußballvereinen. „Es soll zur Tradition werden“, so Fußball-Enthusiast Tiefert, „Wir planen jetzt schon für das kommende Jahr.“

Förderung des Nachwuchses

Auch wenn der Höhepunkt des Turniers die Abendspiele der Männermannschaften im Rahmen des 2. „RWH“-Cup waren, so blicken die Veranstalter doch in erster Linie auf den Nachwuchs. „Wir sind stolz auf unsere Kinder- und Jugendmannschaften“, meint Tiefert. Mit dem Gewinnen von sportinteressierten Zwergen könne man nie zu früh anfangen, sagt der Jugendwart, der selbst mit sechs Jahren zum runden Leder stieß.

„Meine Eltern hatten es mit mir in sportlicher Hinsicht nie einfach“, lacht er. „Fünfmal die Woche zum Training und am Wochenende zu den Turnieren.“ Das wollte organisiert sein. Daher weiß der Fußballer, den Besuch der zahlreichen jungen Spieler zu würdigen. Der TSV Brettin/Roßdorf setzt mit seiner Nachwuchsarbeit schon bei Mädchen und Jungen in einem Alter von vier bis sechs Jahren an: „Wir nennen es Bambini-Training“, sagt Tiefert. Wer dann weiter machen möchte, kann mit dem Einstieg in die erste Kinder-Klasse der F-Junioren Spieleerfahrung sammeln. „Derzeit sind es neun Bambini – ein paar fehlen noch zur vollständigen Mannschaft.“

Die konsequente Linie der Nachwuchsarbeit zieht sich gemäß Tiefert, Peters und Lorenz auch mit dem Angebot eines sommerlichen Fußball-Camps durch. „Hier trainieren wir mit den Kindern auf unserem Sportgelände in Brettin kompakt fünf Tage Fußball“, so der Schlagenthiner Tiefert. Fazit des Turnierwochenendes: „Budenzauber“ in Genthin steht nicht nur für aktuellen Spielspaß, sondern hat auch die Zukunft im Blick, denn „unser Dorf ist auch unser Verein“, sind sich die Mitglieder des TSV Brettin/Roßdorf einig.