Freizeit

Schlagenthin: Neuer Spielplatz für die Kinder

Mit einer selbst geschriebenen Hymne und einem kleinen Fest weihten Schlagenthiner ihren neuen Spielplatz ein. Die Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum förderte die dort aufgestellten Spielgeräte in der Einheitsgemeinde Jerichow.

Von Thomas Skiba 16.07.2021, 19:00
Das macht Spaß. Jolene und Emilia freuen sich über den neuen Spielplatz am Dorfzentrum in Schlagenthin. ?Hier kommen wir jetzt immer her?, sagen die Zwei.
Das macht Spaß. Jolene und Emilia freuen sich über den neuen Spielplatz am Dorfzentrum in Schlagenthin. ?Hier kommen wir jetzt immer her?, sagen die Zwei. Fotos Th. Skiba

Schlagenthin - „Juchhe, macht das Spaß“, rufen Jolene und Emilia auf der Schaukel. Die ist Bestandteil des neu errichteten öffentlichen Spielplatzes am Gemeindehaus am Schlagenthiner Dorfrand. Der Kinderspielplatz wurde vor kurzem von den Kindern des Ortes mit einem kleinen Fest in Beschlag genommen und wird für die Mädchen und Jungen aus Kita und Grundschule der neue Treffpunkt sein. Welche Kreativität so ein tolles Ereignis freisetzt, konnten die Menschen im Dorf schon von weitem hören: Kita-Erzieherin Claudia Baumann und der Auszubildende Kevin Vollenschaar begleiteten die Kinder mit einem eigens für die Einweihung komponierten Lied. „Immer wieder spiel’n wir auf dem Spielplatz“ – so der Titel des Songs – kam bei den Gästen gut an. Selbst Ortsbürgermeisterin Birgit Weber und Stadtchef Harald Bothe versuchten sich, trotz stimmlicher Probleme, im Singen der Spielplatz-Hymne.

Birgit Weber wies darauf hin, „dass wir lange auf diesen Tag warten mussten“. Der Platz war schon im letzten festgelegt, Schaukel, Klettergerüst und Rutsche standen ebenfalls seit geraumer Zeit, doch durften sie nicht genutzt werden. Erst seit dem Abfallen der Inzidenz-Zahlen machten sich Verwaltung, Kita- und Schulleitung Gedanken, „wann der Spielplatz eingeweiht werden soll“ und es sollte möglichst noch vor den Ferien passieren. Ins Boot geholt wurden noch die Mitglieder des Schlagenthiner Heimatvereins, die Feuerwehr und der Jugendklub des Ortes. Gemeinsam schmückten sie den „Tobe“-Platz, kümmerten sich um Kuchen, Kaffee und Tee, sorgten für reibungslosen Ablauf beim Büchsenwerfen und Sackhüpfen.

Spielplatz mit Fördermitteln gebaut

Die Errichtung des Spielplatzes ist ein Ergebnis des Beschlusses der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum (AG LR), vermehrt Dörfer und deren Infrastruktur zu verschönern wie zu entwickeln. Spielplätze wie der in Schlagenthin gehören dazu, als einer von dreien, die in der Einheitsgemeinde Jerichow errichtet wurden und aus dem Regionalbudget der Arbeitsgemeinschaft bezahlt wurden. Je ein weiterer Spielplatz steht jetzt in Scharteucke und Kleinwulkow für die Kleinen bereit. Um Geld für den Bau zu erhalten, stimmte der Stadtrat ab und genehmigte den Eigenanteil für neue Spielgeräte in Höhe von 10 000 Euro für alle drei Spielplätze. Insgesamt belief sich die Summe für die Baumaßnahmen auf 39 000 Euro, wobei davon 75 Prozent aus dem Regionalbudget kommen. Weitere Spielplätze sind in Neuenklitsche geplant und in Großwulkow und Kade schon fertiggestellt. Der beabsichtigte Spielplatz konnte nicht aus dem Regionalbudget finanziert werden, da dieser durch den Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert werden soll und habe mit diesem Projekt keine Schnittstellen, sagt Bürgermeister Harald Bothe.

Bei der Auswahl der Orte, deren Plätze durch die Mittel der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum gefördert werden sollten, ging die Stadtverwaltung mit den Ortsbürgermeistern ins Gespräch.

Ortschaften wie Großwulkow und Kade planten den Bau von Spielplätzen aufgrund privater Initiativen und dem Einsatz von Spendengeldern, in Neuenklitsche trägt der Verein „Wir für Klitsche“ sich mit einem Spielplatzneubau. „Also waren andere Ortschaften dran“, so Bothe zu dem Beschluss. Gerade für Schlagenthin sieht er, wie auch Ortschefin Weber, einen großen Mehrwert. „Hier wird unser Dorfzentrum wieder in den Mittelpunkt des örtlichen Lebens gerückt“, so Weber. Sie hofft, dass mit den Spielgeräten pfleglich umgegangen und dass die Sandfläche und der umliegende Rasen nicht als Hundeabtritt zweckentfremdet wird.