Genthin l Weitere bauliche Veränderungen stehen bald in der Grundschule „Ludwig Uhland“ an. Für insgesamt 455 000 Euro soll die Schule in der Guerickestraße umgebaut werden. Geplant ist unter anderem die Erneuerung des Kaltwassersystems.

Die Schule soll zudem auf dem Weg zu einer barrierefreien Einrichtung unterstützt werden. „Wir planen weitere An- und Umbauten, etwa einen Fahrstuhl, behindertengerechte WC und eine Überarbeitung des Parkplatzes Guerickestraße“, hatte Alexandra Adel von der Stadtverwaltung in der Vorbereitung der Maßnahme erläutert.

Gebäude bald problemlos zu erreichen

Insbesondere Kindern mit körperlichen Behinderungen wird es durch die geplanten An- und Umbauten ermöglicht, das Gebäude problemlos zu erreichen. In den vergangenen Jahren erhielt die Schule bereits Handläufe am Eingang und im Innenbereich.

Es sei die Umsetzung eines lebenspraktischen Unterrichts für den Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ und „Lernen“ stattfinden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Projekt wird vom Land gefördert

Für das Bauvorhaben bringt die Stadt Genthin einen Eigenanteil von 113 000 Euro auf. Das Land Sachsen-Anhalt fördert das Projekt mit 342 000 Euro. Der erforderliche Bewilligungsbescheid über die Förderung liegt der Stadtverwaltung vor. Aktuell wird die Ausschreibung für die notwendigen Planungsleistungen vorbereitet.„Mit diesem Projekt wird dem Ansinnen auf Verwirklichung von Chancengleichheit von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen Rechnung getragen und auch die Lern- und Aufenthaltsbedingungen verbessert“, teilte die Stadtverwaltung Genthin mit. Das Bauvorhaben wird vom Land mit Mitteln aus dem Förderprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen unterstützt. Daneben läuft noch bis etwa Juli eine andere Baumaßnahme in der 1980 gebauten Sporthalle. Unter anderem werden dort Dach und Fassade gedämmt, der Boden erneuert und Fenster und Türen erneuert sowie eine Wärmedämmung angebracht. Auch die Heizungs- und Lüftungstechnik wird saniert. sVon den rund 915 000 Euro Kosten für die Arbeiten werden mehr als 620 000 Euro gefördert. Die Differenz trägt die Stadt.

Über die stark sanierungsbedürftige Sporthalle ist lange diskutiert worden, sie war auch Thema eines Besuches Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Er hatte die Möglichkeit für Stark-III-Mittel zwischenzeitlich sogar ausgeschlossen. Allerdings hatte die Stadt in der Amtszeit von Bürgermeister Thomas Barz (CDU) immer wieder überarbeitete Anträge gestellt. Die Halle kann nach der Sanierung langfristig weitergenutzt werden.