Genthin l Sie werden Genthin im November in Elmenhorst bei Hamburg ein bisschen bekannter machen. Hans-Henning Donak, Hans Modrach, Dietmar Schulz, Gerhard Engler, Detlef Neumann, Reinhard Levin, Peter Danner und Fritz Jödicke werden dann als Spielgemeinschaft Genthiner Skatfreunde beim 45. Städtepokal, ein vom Deutschen Skatverband ausgeschriebener Wettbewerb, reizen und stechen, was das Zeug hält.

Allein ihre Teilnahme gibt Grund zur Freude: Erstmals in der über 40-jährigen Geschichte dieses bundesweiten Wettbewerbes wird ein Team aus Genthin vertreten sein. Mit einem respektablen zweiten Platz bei der sachsen-anhaltischen Vorrunde in Aken qualifizierte es sich für das Finale. Mit dabei war auch das Team „Drei Könige“ aus Redekin, das allerdings nach einer siegreichen ersten Serie mit 1000 Punkten Vorsprung in den folgenden beiden Serien mit jeweils 48 Spielen im Gesamtklassement auf den vierten Platz zurückfiel.

Glück war im Spiel

„Wir konnten drei starke und ausgeglichene Runden spielen“, erklärten Detlef Neumann und Hans-Henning Donak den Erfolg ihrer Qualifikation. Ein bisschen Glück, räumen sie allerdings ein, wird wohl sicherlich auch dabei gewesen sein.

Die Genthiner Spielgemeinschaft beendete mit insgesamt 23 900 Punkten das Turnier, allein die Akener Skatspieler hatten mit 25 545 Punkten die Nase vorn.

Vorrunden bis Ende September

Bundesweit gab es bisher 14 dieser Vorrunden, von denen sich jeweils die beiden Erstplatzierten das Ticket nach Elmenhorst sicherten. Die Vorrunden müssen, das hat der Veranstalter vorgeschrieben, bis Ende September abgeschlossen sein.

„Viermal sind wir in den Vorrunden bisher gescheitert, da bedeutet das Akener Ergebnis für uns schon einer kleine Sensation. Wir sind sehr stolz auf unsere Qualifikation, denn in den Vorrunden sind auch Spieler vertreten, die bis hin zur Bundesliga mitmischen“, sagte Detlef Neumann, Spielführer der Genthiner Skatfreunde. Er hatte das Team für dieses Turnier auch zusammengetrommelt.

Spielen nicht verlernt

So leicht war das allerdings nicht. Das Reglement sieht eine Mindestteilnehmerzahl pro Team von mindestens sechs Spielern vor, die Mitglied eines Skatvereins bzw. des Deutschen Skatverbandes sein müssen, zwei weitere Spieler dürfen vereinslos sein.

„Wir haben für unsere Stadtmannschaft vereinslose Spieler wie Hans Modrach und Fritz Jödicke für eine Teilnahme mobilisieren können, bei der sie eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie das Skat-Spiel nicht verlernt haben“, sagte Detlef Neumann.

Alte Skatkumpels wiedersehen

Peter Danner kam zum Team, nachdem er wieder Mitglied des Deutschen Skatverbandes wurde. „Es war in Aken schön, alte bekannte Skatkumpels wieder treffen zu können“, freute sich der 80-jährige Peter Danner über seine Teilnahme am Turnier.

Das Team Spielergemeinschaft Genthiner Skatfreunde sieht nun mit Spannung dem Finale des Städtepokals entgegen.

Keine hohen Erwartungen

Die Zimmer sind gebucht, die Anreise erfolgt privat auf eigene Kosten. Es sei kein preiswertes Vergnügen, geben Detlef Neumann und Hans-Henning Donak zu verstehen.

Die Erwartungen für Elmshorst wollen die Beiden nicht allzu hoch schrauben. „Mal sehen“, meinen die Beiden.