Genthin l Die Radrennsportelite der Nachwuchsfahrer macht am 4. September wieder Station in Genthin. Dann findet der Spee-Cup im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren der Jugend und Junioren statt.

Damit einher gehen auch in diesem Jahr wieder Sperrungen der Straßen. Gesperrt wird am Wettbewerbstag ab der Bahnhofstraße. Die Brandenburger Straße ist nicht für den Autoverkehr befahrbar, vor dem Kreishaus befinden sich Start und Ziel. Zudem sind mehrere Nebenstraßen nicht befahrbar. Entlang der Strecke muss zudem ein absolutes Parkverbot eingehalten werden. Das bedeutet, dass Autos dort vor dem Rennen weggefahren werden müssen.

Auch Richtung Brandenburg wird es Umleitungen für Verkehrsteilnehmer geben, da die Radsportler auf der Bundestraße unterwegs sein werden. „Die Streckenführung ist ausgearbeitet und entspricht dem, was wir auch schon in den vergangenen Jahren gemacht haben“, sagt der Vorsitzende des Genthiner Radsportvereins (GRC) Sebastian Hahn. Über die Sperrungen wird die Stadt in der kommenden Woche informieren. „In diesem Jahr kann man das Krankenhaus von der Rückseite anfahren“, macht Hahn einen Unterschied zum vergangenen Jahr deutlich. „Letztlich geht es bei den Absperrungen um die Sicherheit der Starter“, erläutert Hahn.

Mit 60 Sachen durch die Stadt

Die Fahrer seien auf der Strecke mit Spitzengeschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometern unterwegs und sehen gerade beim Spurt nicht auf die Straße, sondern nach unten. „Es wäre lebensgefährlich, wenn dann Autos auf der Strecke fahren würden.“ Aus diesem Grund sei den Anweisungen der Streckenposten unbedingt Folge zu leisten.

„Haben Sie Verständnis, wenn die Helfer sehr deutlich ablehnen, dass Autos in die Straßen einfahren, wir wollen Zusammenstöße unter allen Umständen vermeiden.“ Für Genthin ist der Spee-Cup ein Höhepunkt im Veranstaltungskalnder. In diesem Jahr wird zudem ein Jubiläum gefeiert:

Zum 25. Mal gibt es das Rennen in der Kanalstadt. In den vergangenen Jahren waren um die 400 Teilnehmer am Start. Mit ihrem Anhang sind es oft 600 bis 700 Gäste, die am Veranstaltungswochenende Genthin besuchen. „Wir sind durchaus auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor“, meint der langjährige Vereinsvorsitzende Horst Grimm, unter dessen Ägide der Spee-Cup einst ins Leben gerufen wurde.

Traditionsveranstaltung

„Der Spee-Cup war nach der Wende die Fortsetzung der Tradition von Radsportveranstaltungen in Genthin“, sagt Grimm. Benannt wurde er nach dem berühmtesten Produkt aus dem Genthiner Henkel-Werk. „Auch wenn die Genthiner im Hinblick auf die Firma Henkel mittlerweile sehr gemischte Gefühle haben, wir konnten uns immer auf die Unterstützung des Konzerns verlassen“, sagt der frühere GRC-Vereinschef. Auch die Stadt Genthin habe den Spee-Cup immer als Aushängeschild für die Region gesehen und alles getan um das Rennen zu ermöglichen. Kritisch sieht Grimm, dass die Veranstaltung nur von wenig Polizei begleitet wird. „Das gibt es sonst nirgendwo.“

Eine wichtige Stütze am Veranstaltungswochenende sind die rund 70 Helfer, die sich um Auf- und Abbau, sowie um die Absicherung der Strecke kümmern. „Darunter sind viele Vereinsmitglieder, aber auch Freiwillige“, sagt Sebastian Hahn und fügt hinzu: „Helfer können wir aber nicht genug haben.“

Wer den Verein beim Spee-Cup tatkräftig unterstützen möchte, kann sich per E-Mail genthiner.rc.66@mail.google.com melden.