Schopsdorf l Stolz sind Ida, Helge, Wanda und Alma auf das „Schwalben-Schild“. Die vier Enkelkinder von Monika und Rudi Richert sind täglich vor Ort und beobachten ganz genau, wie es sich mit den hübsch anmutenden Vögeln verhält.

Im Frühjahr hatte Oma Monika noch verwundert in den Himmel geschaut und gemeint „Ob sie wohl dieses Jahr wieder bei uns einkehren?“. Das taten die eleganten Segler dann auch und nisteten im Holzverschlag, unter dem Schleppdach oder in der Floristik-Werkstatt. Die Orte, an denen die Nester entstehen, wechseln und die Anzahl der Tiere variiert. Besonders süß finden es die Kinder, wenn die kleinen Tiere von den Eltern gefüttert werden und sie die Schnäbel weit aufreißen und gerade so aus dem Nest herausschauen.

29 Schwalben

Die zehnjährige Ida hat die Schwalben auf dem „Land-Hof“ gezählt. „Es sind 29 Stück“ sagt sie mit Begeisterung. Mittlerweile ist es bereits die zweite Brut der zahlreichen Rauchschwalben, die sich auf dem Grundstück tummeln.

Auf dem Hof, der als Festwirtschaft für individuelle Anlässe genutzt wird, sind Schwalben seit Jahrzehnten willkommen. Die feiernden Gäste des Hauses freuen sich natürlich mit Familie Richert, auch wenn der Hof doch öfter einmal vom Vogelkot befreit werden muss, als üblich. Die Schwalben sollen ja Glück bringen und zum Landleben gehören sie ganz einfach dazu.

Aktion erstmalig 2012

Mit der Verleihung der Plakette wirbt der Nabu für Toleranz und Verständnis für die Vögel, deren Brutmöglichkeiten immer weiter eingeschränkt werden. 2012 startete der Nabu in Sachsen-Anhalt erstmalig diese Aktion.

Die kleine Alma hofft jedenfalls, dass der Herbst noch etwas auf sich warten lässt. „Dann frieren sie hier doch und fliegen wieder in den Süden“ weiß die Fünfjährige zu berichten.