Schlagenthin l „Trommelapplaus“ heißt das Projekt und soll an drei Tagen hintereinander stattfinden. Finanziert, so Schulleiterin Gabriele Tusch, wird das Vorhaben über die Netzwerkstelle „AKKU“ -Schulsozialarbeit des Landkreises Jerichower Land, durch die Stadt Jerichow und „durch Spenden der Genthiner Apotheke Vahldiek“.

Eingebettet sei das Projekt in den Leitgedanken, die afrikanische Kultur kennenzulernen. So können die Kinder zusammen mit dem Heimatverein Schlagenthin die afrikanische Küche kennenlernen, verschiedene Tiermasken und Ketten basteln, aber auch afrikanische Motive malen und zu einer Collage zusammenfügen. „Und es soll natürlich getrommelt werden“, so Tusch. Sie erklärt, dass sich über die drei Tage eine Geschichte aufbauen wird. „So sind die einen Kinder die Sterne, die anderen sind die Zebras oder Affen.“ Apotheker Hartmut Vahldiek wird an einem der Tage seine Erlebnisse bei der Organisation „Apotheker ohne Grenzen“ schildern, dabei auf die afrikanische Kultur eingehen. Gekrönt wird „Trommelapplaus“ mit einer großen Abschlussveranstaltung mit allen Klassen.

Verständnis für andere Kulturen

„Die Eltern und die Verwandtschaft sind natürlich eingeladen und können dann den Kindern beim Trommeln zusehen.“ Dabei galt das Projekt als umstritten! Ein Projektantrag, gestellt im Mai beim Bundesprogramm „Demokratie leben“, wurde vom Begleitausschuss abgelehnt. (Volksstimme berichtete.) Nach dem Motto „Was lange währt, gelingt dann auch“, lies sich Schulleiterin Tusch nicht entmutigen und forschte nach Finanzierungsmöglichkeiten für das Trommelprojekt. Schließlich wolle die Schule mit der Aktion das Verständnis für andere Kulturen fördern, erläuterte Tusch. Bei der Netzwerkstelle sei sie sofort auf offene Ohren gestoßen und konnte auf die Unterstützung durch die Kooperationspartner beim Landkreis setzen. „AKKU“ steht hierbei für Abschluss-Können-Kompetenz-Unterricht. Sie ist eine von vierzehn Netzwerkstellen in Sachsen-Anhalt.

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Die beiden freien Jugendhilfeträger, das Jugendwerk Rolandmühle und das Corneliuswerk, haben sich als Kooperationspartner zusammengeschlossen und arbeiten seitdem erfolgreich an der Umsetzung und Etablierung der Schulsozialarbeit an den Schulen im Landkreis. Gemäß eigener Aussage fungiert die Netzwerkstelle als direkter Ansprechpartner für Schule und Schulsozialarbeit, arbeitet in verschiedensten Gremien mit und ist verantwortlich für die Initiierung, Umsetzung und Verwaltung von bildungsbezogenen Angeboten an den Schulen.

Hier setzte Gabriele Tusch an – und der Erfolg gibt ihr Recht. Jetzt kann sie das Projekt mit dem Hamburger Heitsch und seiner afrikanischen Trommel in das Stremmedorf holen. Am 23. September findet dann in der Schule die Gesamtkonferenz statt, hier werden die weiteren Vorhaben für das Schuljahr beraten und beschlossen.