Neuenklitsche l Das Dorfgemeinschaftshaus in Neuenklitsche war der Ort, an dem jetzt der neue Verein „Wir für Klitsche“ gegründet wurde. Erwartungsgemäß wurde der ehemalige Ortsbürgermeister Fritz Lichtenberg auf der konstituierenden Sitzung zum ersten Vorsitzenden gewählt. Lichtenberg hatte die Gründung des neuen Vereins minutiös vorbereitet. Die Unterschriftenlisten lagen bereit. 16 Interessierte waren vor Ort.

Zukünftig wird Peter Knobel als zweiter Vorsitzender, Sabine Tschetschorke als Schriftführerin und Maria Wulkau als Kassenwartin das Vorstandsteam ergänzen. Satzung und Geschäftsordnung wurden in der Runde diskutiert, Passagen geändert. Mit zugegen: Martin Winkler und Marcus Kahlenborn vom örtlichen Feuerwehrverein. Hier soll eine funktionierende Kooperation angestrebt werden.

Der neue Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die dörflichen Traditionen zu bewahren und das Wissen über die Heimatgeschichte zu fördern – im Sinne der dörflichen und regionalen Heimatkunde und Heimatpflege. Ein großer Schwerpunkt soll hier auf der Erforschung der Heimatgeschichte liegen. Berücksichtigt werden sollen die Besonderheiten des dörflichen Zusammenlebens in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.

Besondere Fürsorge gilt den dörflichen Kirchen und Gebäuden mit Denkmalcharakter. Der Verein will mitwirken an der Bewahrung und der Pflege von Gegenständen und baulichen Anlagen, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung von öffentlichem Interesse ist. Unterstützen will der Verein auch das Dorferneuerungsprogramm.

Ideenwerkstatt für Dorf der Zukunft geplant

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einrichten einer „Ideenwerkstatt Dorf mit Zukunft“ über Dorfgemeinschaftstreffen. Aber auch Naturschutz und Landschaftspflege sowie Kinder- und Jugendarbeit im Dorf sollen gefördert werden. Soziale und mildtätige Initiativen sind vorgesehen, ein Internetauftritt soll koordiniert werden.

Ein großes Ziel hat der Verein darüber hinaus: Neuenklitsche soll einen „Platz der Generationen“ bekommen. Derzeit gehen die Initiatoren davon aus, dass für die Umsetzung rund 90.000 Euro nötig sind. Das sei nur über Fördermittel möglich, signalisierte Lichtenberg.

Doch in Kooperation mit der Stadt Jerichow könnte das Projekt in der nächsten Zeit realisiert werden. Ein entsprechender Antrag werde vorbereitet.

Ein erster Höhepunkt, an dem der Verein mit beteiligt sein wird, ist die Ausstellung „Heimatbilder“ in Neuenklitsche. Hier werden Bilder von Werner Vogel zu sehen sein, ergänzend dazu Werke von Christina Danner aus Mützel.

Werner Vogel stammt aus Neuenklitsche. Und verließ als junger Mann zum Studium das Dorf, lebte mit seiner Familie in Magdeburg. Oft kam er zu Besuch nach Klitsche und in den Jahren von 1940 bis 1970 entstanden zahlreiche Arbeiten, vor allem Landschaftsbilder.

Die Ausstellung wird am 18. Mai um 16 Uhr mit der Kunst- und Musikschule Premnitz in der Neuenklitscher Kirche eröffnet. Danach gibt es in gesellig kulinarischer Runde ein Gemeindefest, das auch vom Verein „Wir für Klitsche“ unterstützt wird. Mit einem offenen Singen alter und neuer Volkslieder soll der Tag ausklingen.

Auf Anregung der Familien Gesch und Remke, Nachfahren von Werner Vogel, soll die Ausstellung eine gemeinsame Aktion aller sein, die Bilder von dem bereits verstorbenen Künstler besitzen. So können Bilder von ihm am 16. und 17. Mai von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Neuenklitscher Kirche abgegeben werden. Auf der Rückseite des Bildes ist der Name des Besitzers zu vermerken.

An den Wochenenden nach der Vernissage kann die Ausstellung bis zum 8. Juni sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Die Finissage gibt es am Sonntag, 8. Juni, mit einem besonderen Gottesdienst. Danach können diejenigen, die Bilder für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben, diese wieder mit nach Hause nehmen.