Genthin l Mächtig im Stress sind derzeit Colin Grundt und Lukas Richter. Die beiden 19-Jährigen bereiten einen Imagefilm für die Genthiner Feuerwehr vor. „Wir finden es wichtig, dass die Feuerwehr Nachwuchs gewinnt, damit die Wehren auch in Zukunft Mitglieder für Einsätze haben“, sagt Colin Grund. Der Auszubildende ist seit vielen Jahren mit der Feuerwehr verbunden, kam über die Jugendwehr in die aktive Wehr. Auch solle der Film der Gewalt gegen Einsatzkräften entgegenwirken, die immer mehr um sich greife.

Die Idee eines Filmes für die Feuerwehr hatte er bereits länger. Im vergangenen Jahr sprach er mit seinen Kameraden über den Plan. Die waren sofort begeistert und versprachen ein solches Projekt zu unterstützen. Und dann brachte der Zufall die Sache schneller ins Rollen als gedacht, denn während einer Feuerwehrausbildung traf Colin Grund auf Lukas Richter aus Parey. Er ist für den Feuerwehrfachdienst „ABC“ tätig und hat bereits Erfahrung mit dem Filmen. „Ich war unter anderem schon für große Filmproduktionsfirmen, wie Pantaleon Films, tätig und bin jetzt so etwas wie der Produzent“, erläutert Lukas Richter mit einem Augenzwinkern.

Geschichte über einen Jungen der Feuerwehr

Allerdings packte er das gemeinsame Projekt sofort professionell an. Zeit- und Drehpläne wurden erstellt, eine Story konstruiert. Der Film solle die Geschichte eines Jungen erzählen, der die Feuerwehr zu einem Einsatz ruft und dadurch erst Mitglied in der Jugendabteilung, später bei der erwachsenen Abteilung wird und das Interesse am Ehrenamt auch an seinen Sohn weitergibt. „Wir begleiten den Jungen auf seinem Weg in der Ausbildung, beim Erwachsen werden und bei Einsätzen“, erzählen die jungen Filmmacher, die noch im Februar mit den Dreharbeiten beginnen wollen. „Dabei haben wir einen ambitionierten Zeitplan“, sagt Lukas Richter.

Bilder

Drei Tage seien für die Filmarbeiten geplant, sowohl am Tage als auch am Abend. Mit dabei sind die Mitglieder der Genthiner Wehr sowie zwei Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie studieren im Fach „Medienbildung“ und werden Kamera, Ton und Schnitt betreuen. Unterstützt wird das Projekt von der Genthiner Stadtverwaltung, dem Landkreis Jerichower Land und der QSG. „Ich finde diese Idee richtig gut und auf jeden Fall unterstützenswert“, sagt QSG-Chef Lars Bonitz.

Film auch auf Facebook, Youtube und Instagram

„Die Feuerwehr kann jede Hilfe gebrauchen und das fördern wir gern.“ Die QSG werde daher beim Catering zur Seite stehen und die Räumlichkeiten der Nordterrasse des Stadtkulturhauses zur Verfügung stellen. Denn dort soll der fertige Film im April öffentlich seine Premiere feiern. „Der Film wird mit rund fünf Minuten auf sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und auf Youtube zum Einsatz kommen“, kündigt Lukas Richter an. „Zudem wird er auch in kürzerer Variante im Union-Kino Genthin gezeigt.“

Stadtwehrleiter Achim Schmechtig ist gespannt auf das kommende Ergebnis: „Mit dem Film soll einerseits mehr Verständnis für die Arbeit der Feuerwehr erreicht werden, im Besonderen ist die Darstellung der Mitgliedergewinnung über die Jugendfeuerwehr wichtig, andererseits soll auch darauf hingewiesen werden, welche Stellung das Ehrenamt Feuerwehr in der Gesellschaft hat.“

Feuerwehr braucht Mitglieder

Für Schmechtig solle der Film die Botschaft vermitteln, dass ohne eine personell starke und leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr der Schutz der Bevölkerung im Rahmen der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr nicht geleistet werden könne. Rückenwind kommt sogar aus dem Magdeburger Innenministerium. Die neue Innenstaatssekretärin Anne Poggemann lobte während ihrer Rede auf dem Genthiner Neujahrsempfang die Idee des Imagefilmes und vermittelte die immense Bedeutung der Nachwuchsgewinnung bei der Feuerwehr. Nur wenn sich dort genügend Mitglieder engagieren, sei unser hohes Lebensniveau zu halten.