Zabakuck l 5.220 Übernachtungen, neu geflieste Bäder und altersbedingte Wechsel bei den Dauercampern bestimmten den Sommer 2018. Chefin Bärbel Höschel fasst zusammen.

„Eine Ruhe hier“, staunt Bärbel Höschel beim Rundgang über den leer gefegten Campingplatz, der im Licht der sommerlich warmen Herbstsonne noch einmal zum Verweilen einlädt.

„Hätten wir gewusst, dass es noch einmal so warm wird, hätten wir noch nicht zusammengepackt“, ärgert sich Dauercamperin Ute Steiner ein wenig. Die Magdeburgerin und ihr Lebensgefährte Klaus Ferchland machen ihren Bungalow winterfest. Das heißt: Essensvorräte verstauen und das Bettzeug mit nach Hause nehmen. Ab und an werden sie, bis zum Start der neuen Saison am 1. April 2019, dennoch vorbeischauen: „Einfach mal gucken, ob alles in Ordnung ist.“ Beide verbringen seit 27 Jahren ihren Urlaub in Zabakuck. „Hier im Wald fing alles an“, erzählt die 64-Jährige Höschel. Und auch deshalb gab es in diesem Jahr neue Fliesen für die Waldbäder. Bei den Herren in einem hellen Seeblau, bei den Damen in Bordeaux. Passend dazu ein Duschvorhang mit Unterwassermotiven.

Bilder

85 Dauercamper-Plätze gibt es auf dem rund 15 Hektar großen Camping-Areal mit zehn Hektar See. Das ist auch für junge Familien attraktiv. „Bei den Dauercampern hatten wir in diesem Jahr viele Wechsel aus Altersgründen“, so Höschel. Dafür kamen viele Familien mit Kindern aus ganz Sachsen-Anhalt und dem angrenzenden Brandenburg hinzu.

1 000 Übernachtungen mehr

Beim Kurzcamping gab es gegenüber dem Vorjahr eine kleine Steigerung. So verbrachten 2 094 Urlauber mit insgesamt 5 220 Übernachtungen ihre Freizeit im Touristenzentrum Zabakuck. Dies sind 1 000 Übernachtungen mehr als 2017. Hinzu kommen die Tagesgäste, die den von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft überwachten Badebereich gern für einen Strandtag nutzen. An das jüngste Rekordjahr 2016 mit insgesamt 5 754 Übernachtungen reicht aber auch der zurückliegende Hitzesommer nicht heran. Die Belegung der sechs Bungalows, zwei Wohnfässer, der Ferienwohnung und des Ferienhauses gleicht in der Auslastung etwa den Vorjahren. „Allerdings haben wir bei den Bungalows schon jetzt Vorbestellungen bis 2020“, fügt Höschel hinzu.

Am Badestrand des Zabakucker Sees nutzt Familie Bertz das traumhafte Oktober-Wetter noch einmal aus. Der Genthiner Gerhard Bertz hat die Angelrute ausgeworfen und wartet gemeinsam mit Enkel Maximilian darauf, dass einer anbeißt. Derweil spielt der dreijährige Maximilian im Sand. Fast wie im Sommerurlaub, nur dass das Laub am Strand vom nahenden Herbst kündet.

Mehr "Südsee-Flair" in 2019

Die jungen Bäume im Uferbereich haben trotz langwährender Trockenperioden durchgehalten. „Dies verdanke ich auch meinen fleißigen Mitarbeitern, die anpacken, wo es geht“, lobt Höschel ihre sieben Mitstreiter auf dem Platz.

Stillstand bedeutet das Saisonende aber nicht. In jedem Jahr beginnt dann die Zeit der Planung von Sanierungen und Umgestaltung. „Wir planen vor allem, die Qualität der Badeplattform und die Fläche der Kurzcamper zu verbessern“, kündigt Höschel für die kommende Saison an. Ein wenig Südsee-Flair könne sich die 64-Jährige, die im Zentrum ihre 18. Saison verlebte, gut vorstellen.

Jetzt freut sich die Platz-Chefin jedoch erstmal auf ihr erstes freies Wochenende.