Tribünenbau

108 Sitzplätze für Osterwiecker Fußballfans

Von Mario Heinicke
Das sind nur vier der  Mitwirkenden  beim Tribünenbau: Ulf Wagner, Rainer Dube,  Andreas Binder und Bastian Hahmann (von links). Bei  Fußballspielen werden sie als Funktionär, Trainer oder Spieler aber mehr am oder auf dem Spielfeld stehen.
Das sind nur vier der Mitwirkenden beim Tribünenbau: Ulf Wagner, Rainer Dube, Andreas Binder und Bastian Hahmann (von links). Bei Fußballspielen werden sie als Funktionär, Trainer oder Spieler aber mehr am oder auf dem Spielfeld stehen. Foto: Mario Heinicke

Osterwieck

„Ich bin total stolz auf die Jungs, die mitgewirkt haben“, sagte Uwe Reuer, der Vorsitzende des Sportvereins Eintracht Osterwieck.

Die Gruppe war nicht besonders groß, acht bis zehn Mann aus der Fußballabteilung kamen jeweils zu den Arbeitseinsätzen. So konnten Abstände eingehalten werden, Corona-Schnelltests gaben zusätzliche Sicherheit.

Dafür arbeiteten die Freiwilligen intensiv, um die acht Stunden pro Sonnabend. Und sie haben schneller als gedacht ihr Werk vollbracht.

Auch die „gefühlt eine Million Schrauben und Muttern“, so Abteilungsleiter Ulf Wagner, ließen sie nicht verzweifeln. Denn die dreireihige Zuschauertribüne mit ihren 108 roten und weißen Sitzplätzen unter dem Dach ist aus vielen Einzelteilen zusammengeschraubt worden.

Unterstützung von Sponsoren

Etwa 26.000 Euro hat die Tribüne den Verein gekostet – für Material und Baumaschinen. Denn die Arbeiten selbst erfolgten unentgeltlich durch die Vereinsmitglieder. Vom Fundament, der Pflasterung bis zur letzten Schraubverbindung. Fördermittel gab es nicht, aber Ulf Wagner hob mit Dankbarkeit den riesigen Anteil von Sponsoren hervor, der etwa 20.000 Euro ausmacht.

Ohne die immer noch anhaltende Sportpause durch die Corona-Pandemie hätte das Vorhaben nicht so schnell durchgezogen werden können, sind sich die Akteure einige. Und natürlich hoffen sie, dass die Tribüne bald bei einem Fußballspiel von den Zuschauern eingeweiht werden kann. Doch wann Fußball wieder möglich sein wird, ist immer noch offen.

Spiele der Osterwiecker Landesklasse-Kicker sind gewöhnlich gut besucht, mit über 100 Zuschauern im Durchschnitt. Künftig so komfortabel ein Spiel verfolgen zu können, das ist in der Landesklasse schon eine große Ausnahme.

Diese Investition in die Sportanlage reiht sich ein in bereits vorher gelaufene Modernisierungen des Ratsgarten-Sportplatzes. Wie die Erweiterung der Rasenfläche, zwei neue Spielerbänke, ein Piratenschiff als Spielgerät für Kinder, eine neue Anzeigetafel sowie zwei neue Fußballtore, „auf die bisher noch keiner einen Ball schießen konnte“, wie Uwe Reuer angesichts der Spielruhe anmerkte. Und die Tribüne soll nicht das letzte Vorhaben gewesen sein, um die Sportanlage, die der Stadt gehört, attraktiver werden zu lassen.