Osterwieck/Halberstadt l Die 30 Jahre alte Frau, die in der Nacht zum 9. Juli in Osterwieck ihren neugeborenen Säugling ausgesetzt hatte, befindet sich mittlerweile auf Betreiben der Staatsanwaltschaft in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung. Das hat der Halberstädter Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck auf Anfrage mitgeteilt. Zu weiteren Details wollte sich der Behördenchef nicht äußern.

Der Frau wird vorgeworfen, ihren neugeborenen Jungen in der Nacht zum Dienstag ohne jeden Wärmeschutz vor einem Mehrfamilienhaus in Osterwieck abgelegt zu haben. Der offenbar unmittelbar zuvor geborene Junge überlebte die kalte Nacht nur, weil er gegen 0.15 Uhr von einem Mann entdeckt und gerettet wurde. Der Säugling ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Gegen die Mutter, die die Polizei am selben Tag nach Zeugenhinweisen ermitteln konnte, wird nach Roggenbucks Angaben wegen versuchter Kindstötung ermittelt.