Halberstadt l Hygiene- und Abstandsregeln, Zugangsbeschränkungen, Reiseverbote, verspätete Eröffnung: Wie hat sich das alles auf die Badelust der Halberstädter ausgeübt? „Diese Freibadsaison war eine ganz besondere“, fasst es Gudrun Siebeck zusammen. Sie ist die Sprecherin des Freizeit- und Sportzentrums (FSZ) Halberstadt, die Betriebsgesellschaft kümmert sich um den Halberstädter See sowie gemeinsam mit dem gleichnamigen Förderverein um das Sommerbad in Langenstein. Bei beiden ist die Saison 2020 gerade zu Ende gegangen. Und bei beiden konnte trotz Corona-Pandemie und deren Begeleitzerscheinungen ein leichtes Gäste-Plus im Vergleich zum Vorjahr registriert werden, wie Siebeck mitteilt.

So besuchten 9200 Personen das Freibad in Langenstein. Am Halberstädter See wurden 23 600 Besucher gezählt – immerhin 369 mehr als voriges Jahr. „Die coronabedingten Kapazitätsgrenzen wurden aufgrund der großen Nutzflächen jedoch weder am Halberstädter See noch im Freibad Langenstein erreicht“, berichtet Siebeck. „Dadurch mussten Besucher zu keinem Zeitpunkt auf Einlass in die Freibäder warten.“ Das hätte wohl ganz anders ausgesehen, wenn der Ansturm auf den See an das Rekordjahr 2018 mit 34 345 Gästen gereicht hätte.

Hilfe von der DLRG

Doch obwohl sich die Besucherzahlen diesen und vergangenen Jahres fast gleichen, gibt es deutliche Unterschiede bei den Wachstunden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die mit 13 Rettungsschwimmern die FSZ-Angestellten unterstützt. Die Ehreamtler leisteten insgesamt 571 Stunden – 2019 waren es mehr als 1000, wie Anja Bresch von der DLRG informiert. Sie schätzt die Saison trotz einiger Einschränkungen und damit erschwerter Bedingungen für die Rettungsschwimmer als positiv ein. „Neben kleinen Erste-Hilfe-Maßnahmen und einem medizinischen Notfall, der hervorragend abgearbeitet wurde, gab es keine großen Zwischenfälle“, resümiert Bresch. „Wir bedanken uns für die geleistete Arbeit und die Einsatzbereitschaft in den Ferien sowie nach der Arbeit.“

Bresch und ihre Mitstreiter hoffen, dass dank der aktuell geltenden Eindämmungsverordnung der normale Trainings- und Ausbildungsbetrieb wieder starten kann. Neue Mitstreiter – die zum Beispiel im kommenden Jahr selbst als Rettungsschwimmer aktiv sein wollen – seien ausdrücklich willkommen.