Braunlage (vs) l Freiwillige des Bergwaldprojektes pflanzen bei Braunlage Pionierwälder aus Birken und Erlen. Insgesamt 19 500 Bäume wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch bis zum heutigen Samstag, 24. Oktober, rund um den Wurmberg aufforsten, informiert Michael Rudolph. Ziel der konzentrierten Pflanzaktion in den Niedersächsischen Landesforsten, so deren Pressesprecher für die Region Süd, ist es, die von Dürre und Borkenkäferbefall zerstörten Fichtenwälder mit klimaangepassten Nutzbaum-arten zu bewalden.

Rund 60 Freiwillige aus der ganzen Bundesrepublik setzen derzeit auf ausgedehnten Kahlflächen die Laubgewächse als Pionierbaumarten. Die robusten Gehölze bilden so genannte Vorwälder, die die Nutzbaumarten vor Sonne, Frost und Wildverbiss schützen. Anschließend sollen Lärchen, Weißtannen, Buchen oder Bergahorne folgen.

Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg hat laut Michael Rudolph allein am Wurmberg rund 200 Hektar Wald verloren. Insgesamt ist im Forstamt eine Waldfläche von circa 4000 Hektar durch Borkenkäfer und Trockenheit zerstört worden.

Revierförster Harald Laubner forstet gemeinsam mit Freiwilligen vom Bergwaldprojekt Lärchen, Bergahorne, Schwarzerlen und andere standortgerechte Baumarten auf den Kahlflächen auf. Damit die jungen Nutzhölzer auf den Freiflächen nicht vertrocknen oder im Winter erfrieren, schützen Birken und Erlen als Pionierbäume die empfindlicheren Baumarten. Da ihre Blätter und Knospen von Wildtieren gefressen werden, bleiben Buchen und Bergahorn von Reh und Hirsch verschont.