Zeiten und Karten

Wer einen der drei Gottesdienste zu Heiligabend auf dem Domplatz besuchen möchte, muss sich Eintrittskarten dafür besorgen. Beginn der Gottesdienste am 24. Dezember ist um 15 Uhr, um 16.30 Uhr und um 18 Uhr. Die Karten sind je nach Uhrzeit farblich unterschiedlich. Es gibt sie kostenlos in den Sonntagsgottesdiensten am 6. Dezember in Liebfrauen und im Dom sowie ab 7. Dezember in der Stadtbibliothek, in der Tourist-Information und bei der Buchhandlung Schönherr.

Nur bei letzterer gibt es vom 5. bis 10. Dezember auch die kostenlosen Eintrittskarten für das beliebte Weihnachtsliedersingen im Dom, dass diesmal in Form von drei musikalischen Andachten stattfindet: Am 12. Dezember um 17 und um 18 Uhr sowie am 13. Dezember um 17 Uhr.Quelle: Gemeinde

Halberstadt l Eine sechs mal acht Meter große, 6,90 Meter hohe und überdachte Bühne, Scheinwerfer und Lautsprecher. Was Ausstattung für ein Rockkonzert sein könnte, soll am Heiligen Abend für Gottesdienste unter freiem Himmel genutzt werden. Weil zu Heiligabend immer sehr viele Menschen in die Kirchen strömen, haben sich Dompfarrer Torsten Göhler, Pfarrer Arnulf Kaus und Domkantor Claus-Erhard Heinrich überlegt, wie dieser Ansturm und die Senkung des Infektionsrisikos in Corona-Zeiten unter einen Hut zu bekommen sind. Die Lösung lag quasi vor der Tür: der Domplatz.

Aber auch unter freiem Himmel kann nicht einfach alles dem Zufall überlassen werden, es wurde an einem ausgefeilten Konzept gearbeitet. Rund 700 Menschen dürften gleichzeitig auf den Platz, um gemeinsam an diesen besonderen Gottesdienst teilzuhaben. Damit ist klar, einmal Gottesdienst reicht nicht. „Die Erfahrung zeigt, dass gerade der 18-Uhr-Gottesdienst am 24. Dezember sehr sehr gut besucht ist“, sagt Arnulf Kaus, „und nicht nur der im Dom, sondern in allen Kirchen der Stadt.“ Von daher habe man sich entschieden, dreimal das Open-Air-Angebot zu unterbreiten. Auch die Liebfrauengemeinde beteiligt sich am Freiluft-Gottesdienst.

Eintrittskartenpflicht für Gottesdienste

Und für jene, die nicht auf dem Domplatz mitfeiern könne, weil sie zum Beispiel nicht 45 Minuten lang stehen können, gibt es kleinere Gottesdienste in der St.-Johannis-Kirche (um 14.30 Uhr) und in der Moritzkirche (um 14.30 und um 18.30 Uhr). Aber auch hier wird es, wie für die Teilnahme auf dem Domplatz, eine Eintrittskartenpflicht geben.

„Anders können wir die Auflagen nicht erfüllen und die Einhaltung der Abstände zwischen den Besuchern sicherstellen“, begründet Torsten Göhler. Die Karten sind an den Eingängen der Kirchen und an den Einlässen an dem mit Flatterband abgesperrten Domplatz vorzuzeigen und nur gültig, wenn die Rückseiten der Karten ausgefüllt sind. Dort sind Kontaktdaten anzugeben. Die Zugänge auf den Platz werden vom Tränketor, von der Liebfrauenkirche, aus Richtung Domschatz und aus Richtung Unter den Zwicken eingerichtet, Gemeindemitglieder sind als Ordner aktiv, berichtet der Dompfarrer.

Hilfsbereitschaft wird großgeschrieben

Der ist nicht nur für die Hilfsbereitschaft innerhalb der Gemeinde dankbar. Auch Partner wie die Teams der Stadtbibliothek, der Tourist-Info und der Buchhandlung Schönherr hätten ohne zu zögern ihre Unterstützung zugesagt. Anders als im Zusammenwirken vieler seien die besonderen Herausforderungen in diesem Jahr nicht zu bewältigen, sagt Göhler.

Das gilt auch für die Gemeinden in den Ortsteilen, die ebenfalls besondere Angebote zu Heiligabend planen. So berichtet Susanne Heizmann aus Ströbeck, dass man auch dort einen Gottesdienst vor der Kirche feiern werde, gleiches gelte für Danstedt. In Sargstedt und Aspenstedt werden die Christvespern in den Kirchen stattfinden, aber auch hier wird mit Anmeldungen gearbeitet.

Vorher anmelden muss man sich in Halberstadt nicht, stattdessen wurde die Eintrittskartenlösung gewählt. „Man muss sollte aber dennoch vorher überlegen, zu welcher Zeit man dabei sein will und sich rechtzeitig um die Karten kümmern. Außerdem hilft es, wenn man seine Tagesplanung ein bisschen flexibel gestaltet“, sagt Domkantor Claus-Erhard Heinrich.

Adventsoratorium muss entfallen

Der muss in diesen Jahr auch sehr flexibel agieren, immer wieder sind Pläne durcheinandergeraten. Auch beim Oratorium, das traditionell am zweiten Advent dargeboten wird. Das wird wohl komplett ausfallen müssen, wenn Lockerungen nicht ein kurzfristiges Nachholkonzert im Januar doch noch den Auftritt der Kantorei ermöglichen werden. Singen werde die Kantorei am dritten Advent bei Andachten im Dom.

Auf dem Domplatz darf zu Heiligabend auch gesungen werden. Um keinen Papiermüll zu erzeugen, wird auf den Eintrittskarten ein QR-Code zu finden sein. Scannt man den mit dem Smartphone, landet man auf der Internetseite der Gemeinde und findet dort die Liedtexte.