Dingelstedt l „Der Notfallplan mit allen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist in unserer Gemeinde ruhig und reibungslos angelaufen“, beschreibt Huy-Bürgermeister Thomas Krüger (CDU) die ersten Tage des Ausnahmezustandes, der einer raschen Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken soll. Immerhin sind die öffentlichen Einrichtungen wie Sportstätten, Dorfgemeinschaftshäuser, Jugendclubs oder Heimatstuben und sogar Spielplätze dicht.

„Zum Schutz unsere Bürgerinnen und Bürger begrüße ich grundsätzlich die Entscheidungen der Landesregierung und der Kreisverwaltung und hoffe sehr, dass sie ausreichen“, so Krüger weiter. Kritisch betrachte er allerdings die Ankündigung der Harzsparkasse, ab sofort die Filialen zu schließen. „In unserer Gemeinde betrifft das Dedeleben und Dingelstedt.“ Weil sich an den dortigen Standorten jeweils auch Geldautomaten befinden, ist hier zumindest die Bargeldversorgung gesichert.

Doch für die anderen Orte sieht es schlecht aus. Die Sparkasse hat angekündigt, dass der Servicebus, der auf einer feststehenden Tour einmal wöchentlich die meisten Dörfer anfährt, komplett eingestellt werden soll. „Das kann ich nicht nachvollziehen. Für unsere älteren Bürger würde das eine riesige Einschränkung bedeuten.“ Immerhin sei besonders für Seniorinnen und Senioren das Bargeld immer noch sehr wichtig. „Sollen unsere älteren Mitbürger, die besonders gefährdet sind und dadurch besonders achtsam sein sollen, mit dem Bus in die Städte fahren, um sich mit Bargeld zu versorgen?“

Dagegen habe er sofort sein Veto eingelegt und dieses kommuniziert. „Es gibt eine tägliche Telefonkonferenz der Bürgermeister mit dem Landrat, auf der ich gleichfalls fordern werde, diese Entscheidung zurückzunehmen.“

Und auch die Antwort der Sparkasse, die ein besorgter Bürger erhalten habe, er könne doch bei Penny in Badersleben für mindestens 20 Euro einkaufen, um dann an der Kasse Bargeld abzuheben, kann nicht wirklich die Lösung sein. Thomas Krüger hofft nun, dass eine machbare Lösung im Sinne der Bürger gefunden wird.

Auch in den Kindertagesstätten und Grundschulen, in denen seit Mittwoch nur noch Kinder von Eltern betreut werden, deren Berufe in der aktuellen Situation als systemrelevant eingestuft sind.

„Erste Anfragen, wie mit den Elternbeiträgen für die Kindereinrichtungen umgegangen wird, können wir bisher leider nicht beantworten.“ Bisher liefen diese, trotz Schließung, erste einmal weiter. So siehe es die Beitragssatzung vor. Dazu werde nun umgehend eine Entscheidung aus dem Sozialministerium erwartet.

relevante Informationen und Verordnungen rund um die Corona-Krise sind auf der Website der Gemeinde Huy unter www.gemeindehuy.de/aktuelles zu finden, die Gemeinde ist unter Telefon (03 94 25) 960-0 erreichbar.