Spielplatzbau

Der neue Lieblingsplatz für Bühnes Kinder

Die Kinder aus Bühne und Rimbeck haben einen neuen Lieblingsplatz. An der Nahtstelle beider Orte haben Eltern einen Spielplatz gebaut.

Von Mario Heinicke
Im Grünen neben Bühnes Sportlerheim steht der neue Spielplatz, den die Eltern  für die Kinder gebaut haben. Ein kleines Paradies zum Klettern, Schaukeln und Wippen. im Hintergrund freuen sich die Väter Matthias Michler (links) und Florian Brasche mit dem Nachwuchs über das gelungene Werk.
Im Grünen neben Bühnes Sportlerheim steht der neue Spielplatz, den die Eltern für die Kinder gebaut haben. Ein kleines Paradies zum Klettern, Schaukeln und Wippen. im Hintergrund freuen sich die Väter Matthias Michler (links) und Florian Brasche mit dem Nachwuchs über das gelungene Werk. Foto: Mario Heinicke

Bühne/Rimbeck - Es ist vollbracht. Die Knirpse aus Bühne und Rimbeck haben Besitz von ihrem neuen Spielplatz genommen. Ohne offiziellen Scherenschnitt und Fest. „Die Einweihung soll aber nachgeholt werden“, berichteten Matthias Michler und Florian Brasche, zwei der Akteure, die dieses Mega-Vorhaben umgesetzt haben. Mega, was die Geldsumme von 14.000 Euro betrifft, die über einen langen Zeitraum gesammelt wurde, um den Kauf der hochwertigen Spielgeräte und des Baumaterials zu ermöglichen. Damit letztendlich alles sicher ist und der Norm für einen öffentlichen Spielplatz entspricht.

„Von morgens bis abends ist jetzt hier Betrieb“, berichtete Matthias Michler. Die Mädchen und Jungen waren kaum zu halten, als die Geräte aufgestellt wurden. Doch erst musste noch der TÜV-Mann die Anlage abnehmen, was aber schnell geschah.

Ganz so reibungslos, wie es den Eindruck haben könnte, lief der Bau dann aber doch nicht ab. Kurz vor Abschluss tat sich ein großes Problem auf. Der Fallschutzkies reichte nämlich nicht, 39 Tonnen mussten nachgeordert werden, doch das Spendenkonto war zu dem Zeitpunkt ausgeschöpft. Aufs Neue zeigte Nico Schöttle aus Salzgitter ein Herz für Kinder und spendierte den Bühnern und Rimbeckern den Kies. „Das hat uns gerettet“, hob Michler hervor. Eine vierstellige Summe, denn der Kies reicht 40 Zentimeter tief in den Boden. Die Leitungsbaufirma von Schöttle, bei der mehrere Mitarbeiter aus dem Raum Osterwieck tätig sind, hatte zuvor schon Baufahrzeuge für die Arbeitseinsätze der Eltern zur Verfügung gestellt.

Über Spenden finanziert

„Dieses Projekt wird ausschließlich über Spenden finanziert und über freiwillige Helfer realisiert“, hatten Florian Brasche und Matthias Michler schon beim Baubeginn vorigen November berichtet. Beide sitzen – für den Dorfclub beziehungsweise die Feuerwehr – im Ortschaftsrat und hatten dort die Idee vom Spielplatzbau eingebracht.

Um die fünf Leute haben sich im Durchschnitt an den einzelnen Arbeitseinsätzen beteiligt. Wegen Corona durften es nicht zu viele auf der Anlage sein. Um Geld für das Vorhaben aufzubringen, wurde ab 2019 gesammelt. Zunächst mit Spendendosen bei der Nikolausfeier der Feuerwehr, danach beim Karneval des Dorfclubs. Firmen wurden angesprochen, sie haben teils sehr große Summen zur Verfügung gestellt, aber auch mit Technik und Lagermöglichkeiten geholfen. Einwohner haben gespendet. Nach einem Volksstimme-Bericht über den Baustart kamen nochmals Geldspenden zusammen, so dass der Spielplatz nun Realität werden konnte. Um all den Unterstützern Danke zu sagen, soll es, wenn die Corona-Bestimmungen es wieder zulassen, ein Fest geben.

Mit der Fertigstellung ist die Anlage nun an die Stadt übergegangen. „Wir hoffen, dass sich die Stadt kümmert und die Anlage pflegt“, sagte Florian Brasche. Wobei der teure Fallschutzkies viele Jahre halten sollte und nicht ausgetauscht werden muss.

Die Stadt hat unterdessen schon eine Sitzbank aufgestellt. Beschattet wird diese bald von Kugelahornbäumen, die als Ersatzpflanzungen von der örtlichen Kirchengemeinde stammen. Vielleicht klappt es noch mit einer zweiten Bank, denn die kleineren Kinder werden oft von ihren Eltern begleitet. „Hier haben auch schon Vorbeifahrende angehalten“, berichtete Florian Brasche. Ein lauschiges Plätzchen fern vom Autoverkehr im Grünen, am Rande von Sportplatz und Sportlerheim, das heute als Gemeinschaftshaus fungiert.

Bestückt ist der Spielplatz mit einer Wippe, einer Doppelschaukel mit Nestschaukel sowie einem Spielturm mit Rutsche. Zwei Nummern kleiner als geplant musste dann aber aus Kostengründen der Sandkasten ausfallen. Doch die Eltern sind dran, dass über kurz oder lang auch noch ein größerer Sandkasten installiert werden kann.