Provisorium

Fußwegbau mit Barriere

Der Fußgängerweg in der Bahnhofstraße in Langenstein ist bis zur Bushaltestelle verlängert worden. Allerdings nicht barrierefrei.

Von Jörg Endries

Halberstadt/Langenstein l Lange haben die Langensteiner auf einen vernünftigen Fußgängerweg warten müssen, der vom Bahnübergang in der Bahnhofstraße zur Bushaltestelle am Gewerbegebiet führt. Im Zuge der Erneuerung des Bahnübergangs ist der Weg zwar gebaut worden, allerdings nicht barrierefrei und auch nicht vollständig gepflastert, wie vor Kurzem Ortschaftsrat Wolfgang Baake kritisierte. Er bezeichnete den Bau als „Schildbürgerstreich“. Dieser Kritik schließt sich auch der ehemalige Stadtrat und Sprecher der BUND-Kreisgruppe Harz Ulrich Kasten an.

„Sowohl die EU, das Land und auch der Bund fordern bei Neubauvorhaben Barrierefreiheit ein. Daher ist es für mich ein Rätsel, warum sich die Stadt Halberstadt beim Bau des Fußweges in Langenstein einfach darüber hinwegsetzt“, schließt sich Ulrich Kasten der Kritik an. Vor allem würden die Kosten für den Bau des Fußgängerweges viel geringer ausfallen, wenn man sofort barrierefrei baut und nicht im Nachgang nachbessern muss, so der BUND-Kreisgruppen-Sprecher.

Der Fußweg wurde als Provisorium angelegt und liegt unmittelbar hinter einem Bahnübergang(BÜ) mit eigenem Planfeststellungsverfahren und kann daher baulicherseits – in dem Bereich des Bahnübergangs – nicht barrierefrei ausgeführt werden, informiert auf Volksstimme-Nachfrage Rathaussprecherin Ute Huch. Die beiden Bushaltestellen an der Kreisstraße sollen spätestens bis zum 1. Januar 2022 als barrierefreie Bushaltestellen ausgebaut werden. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Die Tiefbauabteilung der Stadt Halberstadt und die verantwortliche Abteilung beim Landkreis Harz seien diesbezüglich im Gespräch. In dem Zusammenhang soll auch die behindertengerechte Querung der Kreisstraße möglich sein.