Hasselfelde/Wendefurth l Drei Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs und eines Steuervergehens, dazu insgesamt 27 Fahrzeuge, bei denen die Weiterfahrt untersagt wurde, und 46 Tempoverstöße – das ist nur ein Teil der Bilanz der Großkontrolle, die die Polizei am Sonntag im Harz durchgeführt hat. Zwei Raser – ein Kradfahrer aus dem Harz, der mit Tempo 71 im 30-er-Abschnitt auf der Rappbodetalsperre gemessen wurde, und ein Pkw-Fahrer, der mit Tempo 160 im 100-er-Bereich geblitzt wurde – müssen nun mit Fahrverboten rechnen.

Polizei zieht Experten zusammen

Wie Einsatzleiterin Anja Hempel am Abend auf Anfrage sagte, hätten bei der sechsstündigen Kontrolle insbesondere Kradfahrer im Fokus gestanden. Neben präventiven Gesprächen seien die Maschinen technisch unter die Lupe genommen worden. Eigens dafür habe die Harzer Polizei fachlich versierte Beamte aus den Revieren Stendal, Jerichower Land und Salzlandkreis sowie der Autobahnpolizei hinzu gezogen. Unterstützt wurden die 20 Beamten von zwei Wachpolizisten und vier Studenten der Polizei-Fachhochschule in Aschersleben.

Zahlreiche Umbauten moniert

Letztlich seien bei 4500 Fahrzeugen 46 Tempoverstöße registriert worden, so Hauptkommissarin Hempel. Neben 33 Pkws wurden auch 13 Kräder geblitzt oder sofort gestoppt. Bei 19 der insgesamt 221 kontrollierten Kräder, Autos und Lkw monierten die Beamten unerlaubte Umbauten, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Hier endete die Tour sofort. Insgesamt wurden 149 Ordnungswidrigkeiten registriert. Ein Quadfahrer, der sein Gefährt nicht für die Straße zugelassen hatte, bekommt nun Post vom Staatsanwalt. Die Kontrollen würden fortgesetzt, kündigte Hauptkommissarin Hempel an.