Halberstadt l Feierstimmung in der städtischen Fundtierunterkunft Halberstadt. Tine Böer tollt mit den Hunden Daisy und Eddy in einem der 16 sanierten Zwingern herum. Die junge Frau kümmert sich seit Anfang des Jahres hauptberuflich um die Anlage auf dem Gelände des Halberstädter Tiergartens. „Und das macht sie richtig gut“, attestiert ihr Tiergartenchef David Neubert. Richtig gut sieht jetzt auch die Fundtierunterkunft aus, deren zweijährige Sanierung am Donnerstag, 30. Juli, offiziell beendet wurde. In der 24 Jahre alten Unterkunft werden Hunde aufgenommen, die von der Feuerwehr im Stadtgebiet herrenlos aufgegriffen oder untergebracht werden müssen, weil sie verhaltensauffällig geworden sind.

„Anfang 2019 fragte mich David Neubert, ob die Rolf P.C. & Edith Maria Manteufel-Stiftung Geld für die Sanierung der Fundhundeunterkunft zur Verfügung stellen kann. Sie befand sich in einem sehr traurigen Zustand“, berichtet Stiftungsvorsitzender Michael Haase.

Unterkunft erhielt neue Fußböden und Dächer

„Die Fußbodenfliesen in den Zwingern waren kaputt beziehungsweise sie waren nicht mehr vorhanden, in den Dächern klafften Löcher, Wasser lief in die Anlage“, ergänzt David Neubert. Die Aufgabe, Fundhunde aus schlechter Haltung aufzupäppeln, gesund zu pflegen und zu betreuen sei unter diesen Bedingungen nicht mehr zu gewährleisten gewesen, beschreibt er die Lage vor zwei Jahren.

Bereits im März 2019 unterzeichnete Michael Haase mit Oberbürgermeister Andreas Henke (Linke) die für die Sanierung notwendige Vereinbarung. „Wir konnten nicht so einfach auf städtischem Grund loslegen. Die Stadt hatte jedoch nichts dagegen“, so Michael Haase. Zumal die Kreisstadt die anstehenden Arbeiten allein nicht bezahlen konnte. Immerhin kostete die Sanierung insgesamt 23.500 Euro, die die Rolf P.C. & Edith Maria Manteufel-Stiftung zur Verfügung stellte.