Wernigerode/St.Andreasberg l Gut 200 Kilometer umfasst das Loipen- und Winterwanderwegenetz im Nationalpark Harz, sagt dessen Sprecher Friedhart Knolle. Die Anlagen befinden sich in Höhenlagen zwischen 350 und 930 Meter – der Schwierigkeitsgrad reicht von leicht bis schwer.

Elf Brücken erneuert

Mit der termingerechten Einweihung der vier letzten von insgesamt elf erneuerten Brücken konnte am Donnerstag ein vor sechs Jahren begonnenes Projekt abgeschlossen werden. Die jeweils bis zu vier Tonnen schweren und für maximal 25 Tonnen Traglast ausgelegten Bauwerke aus Lärchenholz befinden sich im Bereich Sonnenberg-Hanskühnenburg/Auf dem Acker unweit der B 242 (Harzhochstraße).

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 73.000 Euro, wobei die Jordanbrücke am teuersten war, weil sie über ein sehr tiefes Tal führt. Finanzielle Unterstützung gewährte der gemeinnützige Förderverein Oberharzer Loipen 1984 mit seinem Vorsitzenden Kurt Lütjens. Gebaut wurden die Übergänge von Mitarbeitern der Nationalpark-Werkstatt Oderhaus und eines auf solche Leistungen spezialisierten Unternehmens aus der Region.

Vier Loipengebiete

Laut Knolle gibt es derzeit vier Loipengebiete innerhalb des Schutzgebietes. Dabei handelt es sich um die Skizentren in Altenau-Torfhaus und Sankt Andreasberg mit Abfahrten, Liften und Rodelhang.

Dazu kommen die Areale Achtermann, Acker-Lonau, Drei Annen Hohne, Schierke, Torfhaus und Sonnenberg. Möglichkeiten zur Rast gibt es in den Nationalpark-Waldgaststätten Hanskühnenburg auf dem Acker, im Rehberger Grabenhaus und Rinderstall bei Sankt Andreasberg, Molkenhaus, Rabenklippen unweit von Bad Harzburg sowie in der Nationalpark-Waldgaststätte und Rangerstation Scharfen-stein bei Ilsenburg.

Friedhart Knolle: „Das Wegeangebot soll dazu beitragen, dass unsere Wanderer den Winterharz nachhaltig erleben können.“ Und: „In den urigen Bergfichtenwäldern stellt sich das Gefühl ein, in eine völlig andere Welt einzutauchen.“