Halberstadt (je) l  Um den Prozess der natürlichen Verwitterung an den Klusfelsen zu verlangsamen, hat der in Quedlinburg ansässige ­Regionalverband Harz ab dem 9. Oktober Pflegemaßnahmen in Auftrag gegeben, informiert Isabel Reuter, Sprecherin des Verbandes.

„Insbesondere am Nordhang des Klusfelsens und auf dem Felsplateau drohen die Baumwurzeln die Sand­steinformationen zu sprengen. Zudem sollen die markanten Felsen wieder gut sichtbar werden“, so Isabel Reuter. Den Fünffingerfelsen habe die Stadt Halberstadt bereits vor einigen Jahren freischneiden lassen. Auch das aktuell geplante Pflegevorhaben geht auf einen Vorschlag der Kreisstadt zurück. Die Arbeiten werden von einer Spezialfirma ausgeführt und erfolgen in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde, der unteren Forstbehörde und dem Betreuungsforstamt Flechtingen. Gefördert werden die Arbeiten aus dem Umweltsofortprogramm des Landes Sachsen-Anhalt.

Zeitweilige Sperrung

Die Arbeiten erfordern eine zeitweilige Sperrung der Wege um den Klusfelsen und den Teufelsstuhl. Auf den Hauptwanderwegen wird durch zusätzliche Beschilderung auf das Projekt hingewiesen. Die voraussichtliche Dauer beläuft sich auf drei bis vier Wochen, sagt Isabel Reuter.

Der Regionalverband Harz als Träger des Naturparks und einer der Träger des UNESCO-Geoparks setzt sich für den Schutz des geologischen Erbes, nachhaltigen Tourismus und Umweltbildung ein. Am Klusfelsen wird die Erdgeschichte und die Entwicklung der Landschaft lebendig. Er ist Geopunkt 3 im Gebiet der Landmarke 14 – Kloster Huysburg.