Ilsenburg l Mit ihrem alten und neuen Kreisvorsitzenden Tobias Kascha gehen die Harzer Sozialdemokraten in den Kommunalwahlkampf. Der Wernigeröder wurde am Sonnabend auf dem Kreisparteitag in Ilsenburg mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Ein bekanntes Gesicht gibt es auch in der zweiten Reihe. Jörg Felgner, ehemals Wirtschaftsminister in Magdeburg, wurde ebenso wie Rosemarie Römling-Germer in das Amt der Stellvertreter gewählt. Wie Kurt Neumann, bislang Parteivize und nun Beisitzer, weiter mitteilt, gingen weitere Posten an Ralf Riediger (Schatzmeister) und Ute Fahrtmann (Schriftführerin). Ebenfalls im Vorstand vertreten sind Karsten Barner, Katrin Bartsch, Steffen Gabriel, Rainer Günther, Kevin Müller, Kurt Neumann, Anke Schleritt, Andreas Steppuhn, Elke Stutzkowski und Birgit Voigt.

Mit einem klareren Profil wollen die Harzer Sozialdemokraten dafür sorgen, dass sie besser wahrgenommen werden, sagte Neumann im Anschluss an den Parteitag. Als Beispiel nannte er die Diskussionen um den Öffentlichen Nahverkehr im Kreis. Hier habe die SPD gute Positionen vertreten, doch das sei in der öffentlichen Wahrnehmung untergegangen.

Kritik an Bundes-SPD

Deutliche Kritik hingegen habe es in Ilsenburg an der Bundes-SPD gegeben. Kreisvorsitzender Kascha habe allerdings auch deutlich gemacht, dass es trotz allem verständlichen Unmut über die Politik in Berlin mit einem klaren Blick nach vorn gehen müsse. Laut Kascha gelte die Botschaft, dass auch in den kommenden Jahren mit der Sozialdemokratie „als an der Sache orientierter kommunaler Kraft“ zu rechnen sein müsse.

Beschlossen wurde ein Leitantrag des Kreisvorstandes, sich auf die Europa- und Kommunalwahlen 2019 einzustellen. In den nächsten Wochen werde dazu ein Wahlprogramm erarbeitet. Ein Antrag zur Solidarität mit den Bemühungen des Betriebsrates des Wernigeröder Unternehmens VEM Motors nach einem Tarifabschluss mit der IG Metall wurde ebenfalls beschlossen.