Versteigerung von Fundfahrrädern und Aufrundungsbeträge für neue Personalausweise sollen Not lindern helfen

Spendenaktion der Stadt bringt 1500 Euro für Flutopfer

Von Ivar Lüthe

Haldensleben l Einen Spendenscheck über 1500 Euro haben Heidrun Deistler, Leiterin des Haldensleber Bürgerbüros, und Haldenslebens Bürgermeister Norbert Eichler am Donnerstag an Börde-Landrat Hans Walker übergeben. Das Geld soll auf das Fluthilfe-Konto des Landkreises fließen und die Not von Hochwasseropfern im Kreisgebiet lindern helfen.

Der Erlös stammt aus einer Spendenaktion, die das Bürgerbüro nach dem Juni-Hochwasser ins Leben gerufen hatte. Initiatorin war Heidrun Deistler. Als der Landkreis ein Flutspendenkonto eröffnete, kam ihr die Idee, dass auch die Stadtverwaltung etwas beitragen sollte, um den Hochwasseropfern im Landkreis zu helfen. So entstand zunächst die Aktion "Möchten Sie aufrunden?". Hier waren all jene angesprochen, die einen neuen Personalausweis beantragten. Der kostet normalerweise 28,80 Euro. Aufgerundet werden konnte auf 30 Euro. "Das haben auch viele getan. Und viele haben sogar spontan mehr gespendet, sogar bis zu 50 Euro", berichtete Heidrun Deistler. Auch die diesjährige Versteigerungsaktion von Fundfahrrädern stand ganz im Zeichen der Flutspendensammlung der Stadt. Hierbei kam das meiste Geld zusammen. Allein 980 Euro aus der Versteigerung flossen in den Spendentopf. Weil die Bieter wussten, dass der Erlös ebenfalls den Flutopfern zugute kommen sollte, kamen auch höhere Gebote zustande, als bei vorherigen Auktionen, bilanzierte Heidrun Deistler.

Rund 46000 Euro auf dem Spendenkonto des Landkreises

Insgesamt kamen so rund 1300 Euro zusammen. Bürgermeister Norbert Eichler stockte die Summe aus seinem Verfügungsrahmen dann noch auf 1500 Euro auf. Er freute sich, dass soviel Geld zustande kam und erinnerte bei der Scheckübergabe an die große Welle der Hilfsbereitschaft beim Juni-Hochwasser. "Auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren sofort dabei und sicherten Deiche oder füllten Sandsäcke."

Landrat Hans Walker freute sich über die Spende: "Damit hat sich der Betrag auf unserem Spendenkonto auf mehr als 46000 Euro erhöht". In der Kreisverwaltung ist mittlerweile eine Kommission aus Fachleuten verschiedenster Bereiche gebildet worden, die den Hochwasseropfern im Kreisgebiet mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie helfen Betroffenen bei der Antragstellung der Flutgelder von Bund und Land. In besonderen Härtefällen soll dann auch noch "Kreisgeld" fließen. "Schäden, die durch die Richtlinie der Fluthilfegelder von Bund und Land nicht gedeckt sind, sollen mit den Spendengeldern behoben werden", sagte Hans Walker. Über diese Härtefälle soll ebenso die gebildete Kommission entscheiden. Doppelförderungen sollen somit verhindert werden. Noch ist die Spendensammlung des Landkreises nicht beendet. "Noch bis zum 31. August ist das Spendenkonto geöffnet. Wenn noch etwas nach dem Stichtag eingeht, dann wird das natürlich auch mit berücksichtigt", so Walker. Im September wird sich dann die Kreis-Kommission mit den Härtefällen im Landkreis befassen und möglichst unbürokratisch und schnell helfen. "Das ist unsere Pflicht den Hochwassergeschädigten gegenüber", so Walker.

Das Spendenkonto des Landkreises Börde: Spendenkonto: 0501111115, Bankleitzahl: 81055000, Verwendungszweck: Hochwasser Juni 2013