Hohe Börde l Noch spricht der Gemeindewehrleiter der Hohen Börde, Axel Klitschke, von stabilen Mitgliederzahlen in der Einsatzabteilung, aber er weiß auch, dass die Kinder- und Jugendfeuerwehren helfen, die Abgänge bei den Aktiven auszugleichen. Und das gilt auch für die Zukunft. In konkreten Zahlen für das Jahr 2015 heißt das, dass die Gemeindefeuerwehr der Hohen Börde aus 365 aktiven Mitgliedern bestand. Das waren 20 mehr als im Jahr zuvor. Von den 365 Mitgliedern sind 156 als Atemschutzgeräteträger ausgebildet und einsatzfähig. Allerdings liegt die Tagesbereitschaft der Kameraden nur bei 30 Prozent.

Und genau diese Einsatzkräfte hatten, wie der Gemeindewehrleiter auf der Jahreshauptversammlung der Gemeindewehr berichten konnte, im vergangenen Jahr reichlich zu tun. 318 Einsätze an 189 Einsatzstellen wurden in die Statistik eingetragen. Darunter waren 134 Brände und 184 Hilfeleistungen. „In den vergangenen drei Jahren waren alle 15 Ortsfeuerwehren der Hohen Börde mindestens einmal im Einsatz“, fasste Axel Klitschke beim Blick auf die Zahlen zusammen. Zugleich betonte er vor dem Hintergrund der Fortschreibung der Gefahrenpotenzialanalyse in diesem Jahr, dass alle 15 Ortsfeuerwehren erhalten werden müssen. Denn nur das ließe eine „realistische Einsatzbereitschaft am Tag“ zu.

Doch die Einsatzkräfte brauchen auch Fahrzeuge. Nach Aussage des stellvertretenden Gemeindewehrleiters Thomas Hillmer, der für die Ausrüstung zuständig ist, liegt das Durchschnittsalter der 33 Fahrzeuge, die in den Ortsfeuerwehren vorhanden sind, bei 15,7 Jahren. „Nach unserem neuen Fahrzeugkonzept wollen wir künftig ein Jahr ein größeres und im nächsten Jahr ein kleineres Fahrzeug anschaffen“, so Hillmer.

Was die Ausbildungen auf Landes- und Kreisebene betrifft, sprach der für die Aus- und Weiterbildung zuständige stellvertretende Gemeindewehrleiter Frank Keitel von rückläufigen Zahlen für das Jahr 2015. Jedoch sieht das Anmeldeverhalten für dieses Jahr schon recht gut aus. Volker Kramer, der als stellvertretender Gemeindewehrleiter für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist, konnte nicht nur von einer aktualisierten Alarm- und Ausrückeordnung berichten, sondern auch von drei erfolgreich gelaufenen Einsatzübungen und 38 Brandsicherheitsschauen, die in Unternehmen durchgeführt worden sind.

Ein kleiner „Zukunftsbericht“ war dem Gemeindejugendwart Michael Jordan vorbehalten. „Wir haben zwölf Jugendfeuerwehren und aus den Orten, in denen wir keine Jugendfeuerwehr haben, gehen die Kinder in die Nachbarorte“, unterstrich er. Eine Steigerung von 20 Mitgliedern auf 136 war 2015 zu verzeichnen. Bei den Kinderfeuerwehren gab es in den Mitgliederzahlen zwar einen leichten Rückgang im vergangenen Jahr auf 117 Kinder, aber dafür werden in einigen Kinderfeuerwehren sehr viele Kinder betreut. Die Betreuer leisten allgemein sehr viele Stunden, um für die Kinder und Jugendlichen eine abwechslungsreiche Freizeit zu gestalten.

Ein positives Signal in Richtung der Nachwuchsarbeit der Feuerwehren sendete auch Bürgermeisterin Steffi Trittel. Sie gab das Versprechen, dass die Kinderfeuerwehren alle mit Bekleidung ausgestattet werden sollen. Ihr Wille sei es, dass alle Feuerwehren weiter arbeiten, da das Ehrenamt an die Ortschaft gebunden sei.