Hermsdorf l Die Farbe Rot dominierte einen Teil des Parkplatzes vor dem Einkaufszentrum Elbe-Park. Einige der insgesamt 15 Ortsfeuerwehren war der Idee der Gemeindewehrleitung gefolgt, sich einmal als Einheit zu präsentieren. Eine Einheit, die sich ausbildet, um im Ernstfall Hilfe zu leisten und Brände zu löschen. Allerhand Technik hilft ihnen, die Aufgaben zu erfüllen.

Allein im Jahr 2018 standen 325 Einsätze an 154 Einsatzstellen für die Ortsfeuerwehren zu Buche. Um diese Masse an Einsätzen bewältigen und entsprechendes Personal an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang vorhalten zu können, ist Mitgliederwerbung wichtig. Das weiß auch Gemeindewehrleiter Axel Klitschke als einer von denen, die die Idee zu dem „Tag der Feuerwehren“ vor mehr als einem Jahr geboren haben.

Nach seiner Aussage war der Zuspruch seitens der Bevölkerung gut, die Beteiligung der Feuerwehren selbst ließ aber noch einige Wünsche offen, zumal der Termin auch langfristig geplant war. „Auch hätte man noch mehr an Vorführungen machen können“, resümierte er nach der Veranstaltung. „Unser Ziel war es, unsere Feuerwehrarbeit in ihrer Gesamtheit vorzustellen – von der Kinderfeuerwehr über die Jugendfeuerwehr bis hin zu den Aktiven – zentral mal für alle“, so Klitschke.

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Lobende Worte

Lobende Worte hatte er auch für die Kameraden, die vor Ort ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm gestalteten. So hatten beispielsweise die Kinder- und Jugendfeuerwehren aus Ochtmersleben und Ackendorf ihre Brandhäuser mitgebracht, um mittels Kübelspritze das „Feuer“ löschen zu lassen. Es gab eine Malstraße, die Brandmeldeanlage war aufgebaut, die Eichenbarleber Feuerwehr hatte aus ihrer Ausrüstung einen Springbrunnen gebaut, ein „Aufstieg“ im Drehleiterkorb war möglich und der Versorgungstrupp aus Schackensleben zeigte sein Können an der Feldküche. Wie gefährlich es werden kann, wenn brennendes Fett mit Wasser gelöscht wird, zeigten die Niederndodeleber in einem Experiment. Ein spezieller Schlauch zur Waldbrandbekämpfung kam zum Einsatz, der Gerätewagen Logistik als Spezialausrüstung stand ebenso zur Schau. Auch die Regionalbereichsbeamten der Polizei waren vor Ort.

Schon heute kündigt der Gemeindewehrleiter eine Wiederholung im nächsten Jahr an und hofft dann auf größere Beteiligung seiner Kameraden. Insgesamt zählte die Gemeindefeuerwehr zum Jahresende 2018 809 Mitglieder von der Kinderfeuerwehr bis zur Alters- und Ehrenabteilung.