Abfallentsorgung

Anwohner sind von Müllhalde und Gestank auf dem Süplinger Berg genervt

Immer wieder wird massenhaft Müll auf dem Süplinger Berg illegal entsorgt. Die Anwohner des Waldrings sind genervt.

Von Theresa Schiffl
Verdreckte und vermüllte Abfallboxen sowie Sperrmüll sind auf dem Süplinger Berg für die Anwohner trauriger Alltag.
Verdreckte und vermüllte Abfallboxen sowie Sperrmüll sind auf dem Süplinger Berg für die Anwohner trauriger Alltag. Foto: Theresa Schiffl

Haldensleben - Die Mülltonen quillen über, Säcke stehen herum und der Boden ist übersäht mit Verpackungen und anderem Abfall: Auf dem Süplinger Berg bei dem Wohnhaus mit der Hausnummer 56 am Waldring ist der Bereich mit den Mülltonnen wieder komplett verdreckt und vermüllt. Abgesehen von dem abstoßenden Anblick sei auch der Gestank eine Zumutung, sind sich die Anwohner einig. Das stört die Anwohner und Besucher. Der Zustand sei teilweise wie in Elendsvierteln, meint eine Besucherin.

Der Wohnungsbaugenossenschaft Haldensleben (Wobau) ist das Problem bekannt, bestätigt Geschäftsführer Dieter Naumann. „Manchmal werden uns solche Fälle gemeldet, aber unsere Mitarbeiter machen auch regelmäßig Kontrollgänge“, erklärt er. Das Hauptproblem: Einigen Anwohner seien die Abfallhaufen einfach egal. Die Konsequenzen betreffen wiederum alle. „Die Kosten zur Entsorgung tragen dann nämlich alle Mieter“, so Naumann. Es sei schwierig, zeitnah eine Entsorgungsfirma zu engagieren. Teilweise sei es gerade einmal bis zum nächsten Tag sauber, ehe achtlos entsorgter Abfall und Sperrmüll die Wohngegend erneut verunstalten.

Übeltäter schwer zu überführen

Die Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen sei schwierig. Auch Meldungen über die verdreckten Müllboxen würden eher selten bei den Mitarbeitern der Wobau eingehen. „Die Menschen, die ihren Abfall einfach irgendwo entsorgen, sind meistens auch sehr empathielos und reagieren schnell aggressiv“, meint Naumann. Das schüchtere die Mieter ein, die in Ruhe auf dem Süplinger Berg wohnen wollen. Dennoch gäbe es ein paar Mieter, die das Problem direkt bei ihren Nachbarn ansprechen würden, sagt der Geschäftsführer. „Das ist auch der einfachste weg. Früher war das noch etwas besser, da sich die Menschen als Gemeinschaft gesehen haben und deshalb auch solche Schwierigkeiten mehr untereinander geklärt haben“, erklärt Dieter Naumann.

Auch dem Kommunalservice Börde, der für die Müllentsorgung im Landkreis zuständig ist, weiß um den Brennpunkt auf dem Süplinger Berg. „Wir sind aber nur für die Entsorgung der Tonnen zuständig und dafür brauchen unsere Mitarbeiter einen freien Zugang“, erklärt Abfallberaterin Astrid Schäfer. Denn die Entleerung solle zügig erfolgen, damit die Mitarbeiter auch ihre Touren schaffen, so Schäfer.

Aber nicht nur der Zugang zu den Mülltonnen müsse frei sein: „Laut unserer Satzung müssen die Tonnen geschlossen sein. Nur der Abfall, der sich in den Behältern befindet, ist auch bezahlt“, erklärt die Abfallberaterin. Außerdem gebe es bei überfüllten Tonnen Schwierigkeiten, diese am Fahrzeug einzuhängen und zu entleeren. Wenn die Boxen total vermüllt seien und es keinen Zugang zu den Tonnen gebe, würden sie auch stehen bleiben.