Haldensleben l Der stabile Arbeitsmarkt im Landkreis Börde sorgt derzeit dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen weiter sinkt. Mit einer Arbeitslosenquote von nur noch 5,8 Prozent ist die Börde der Spitzenreiter in ganz Sachsen-Anhalt. Lediglich im Landkreis Harz sind mit 6,1 Prozent ähnlich wenige Menschen arbeitslos gemeldet.

„Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich weiterhin sehr stabil“, freute sich Matthias Kaschte, Chef der Magdeburger Arbeitsagentur, am Mittwoch, 31. Mai, als er die aktuellen Zahlen präsentierte. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl der Menschen, die eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätten, zwar leicht zurückgegangen. Die Zahl derer, die sich arbeitslos melden mussten, habe aber ebenso nachgelassen, erklärte Kaschte.

Vor einem Jahr noch 7,2 Prozent

„Die Arbeitskräftenachfrage ist sogar vor der zu erwartenden Sommerpause noch einmal angestiegen“, so der Chef der Agentur für Arbeit Magdeburg, die neben der Landeshauptstadt und der Börde auch für das Jerichower Land zuständig ist.

Die Unterschiede zwischen den vier Geschäftsstellen im Landkreis Börde blieben aber auch im April sehr groß, wenn die Arbeitslosenquote auch überall sank. Absoluter Leuchtturm landesweit ist die Geschäftsstelle in Wolmirstedt. Hier waren im Mai gerade mal noch 4,4 Prozent der Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote sank um weitere 0,5 Prozentpunkte.

Wolmirstedt nahezu mit Vollbeschäftigung

Ähnlich gute Verhältnisse herrschen in Haldensleben, wo die Arbeitslosenquote von 5,4 auf 5,1 Prozent sank, und in Wanzleben, hier waren im Mai 5,5 Prozent der Einwohner ohne festen Job – im April waren es 5,7 Prozent. Lediglich im Bereich Oschersleben blieb die Zahl der Arbeitslosen deutlich über dem Kreis- und Landesdurchschnitt. Etwas mehr als 1800 Arbeitslose bedeuten hier eine Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent. Ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte.

Im gesamten Landkreis Börde gibt es derzeit noch 1547 unbesetzte Arbeitsstellen. Allein im Mai kamen 448 neue hinzu. Die größte Nachfrage besteht nach wie vor im Dienstleistungssektor, im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie in den sozialen Berufen.

Bei 5532 Arbeitslosen kommen auf jede freie Stelle also etwa 3,5 Bewerber. Allerdings lassen sich Ausbildung und Berufsbereiche nicht immer unter einen Hut bringen. So entfallen auf jede freie Stelle im Bereich Land-, Forst- und Tierwirtschaft beziehungsweise Gartenbau 15,6 Bewerber. Auf eine geisteswissenschaftliche Stelle sind es nur 1,1 Bewerber.